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 It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2

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TessandNick
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BeitragThema: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   So Jan 25, 2009 1:06 pm

Hier eine Fortsetzung zu meiner Kurzgeschichte We're In Heaven. Okay, zugegeben der Schluss ist ein wenig kitschig, aber ich war einfach in dem Gefühlszustand, als ich diese Kurzgeschichte geschrieben habe. Very Happy
Wünsch euch viel Spaß beim Lesen!

Gewidmet ist diese Story Majo und ihrem besten Freund aus Bolivien...

"It Is You I Have Loved All Allong" oder "We're In Heaven 2"



Es war dunkel. Der Raum, nur erhellt von ein paar vereinzelten Sonnenstrahlen. Der Wind brachte die Vorhänge dazu, nach seinem Belieben tanzen. Ganz aus der Nähe konnte man das Rauschen des Meeres hören, das Wasser, das mit jeder Welle um die Felsen der Küste peitschte, in tiefen Grotten unter den Klippen verschwand und an einer anderen Stelle, weit entfernt, wieder ans Tageslicht kam.
In dem düsteren, halbdunklen Zimmer befand sich ein großes Bett, so groß, dass es den größten Teil des Raumes einnahm. Es war schwarz. Der Holzrahmen, das Bettlaken, die Kissen, die Decke; alles war schwarz. Genauso wie alle anderen Möbel. Der übergroße Schrank an der Wand, die kleine Kommode neben der Tür, die Nachtschränkchen auf jeder Seite des Bettes; alles war pechschwarz. Die Bettdecke und das Kissen waren zerwühlt.
Jemand lag auf dem Bett. Man hätte sie leicht übersehen können, denn sie trug ein schwarzes Kleid; langärmlig, ab der Hüfte nach unten hin weit geschnitten. Es ging ihr bis zu den Knien. Ihre Haare, eigentlich braun, wirkten sie doch in dem dunklen Raum als wären sie pechschwarz. Nur die helle Haut ihrer Beine verriet, dass jemand auf dem Bett lag. Ihr Gesicht in eins der Kissen vergrabend, lag sie auf dem Bauch. Sie schluchzte, weinte, ihr Körper krampfte sich bei jedem Atemzug zusammen. Sie schrie. Schrie verzweifelt durch das Zimmer.
Sie spürte nicht den kalten Wind, der über das Meer fegte, sich seinen Weg in das Zimmer suchte. Schmeckte nicht die salzige trockene Luft der See, die mit dem kalten Wind kam. Spürte nicht die Wärme, die die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf ihrer Haut verbreiteten. Sie fühlte nur den Schmerz, die Trauer, die Leere, die er hinterlassen hatte. Sie schluchzte, weinte vor Sehnsucht. Ein weiterer Schrei voller Verzweiflung hallte durch die Dämmerung, doch sie blieb ungehört. Niemand hörte ihre Qualen. Hörte die Verzweiflung, die Trauer, die Sehnsucht in ihrem Schrei. Niemand war da, der sich um sie kümmerte. Niemand. Niemand, der ihr half mit ihrer Trauer umzugehen. Niemand. Es war niemand da, der sie tröstete, wenn diese Gefühle sie wieder einmal überfielen. Es gab gute Tage, an denen sie nicht oft an ihn denken mussten und es gab wiederum schlechte, an denen sie nicht aufhören konnte zu weinen, sich ihrer Trauer hinzugeben. Und es gab diese Tage, an denen sich die Gefühle heimlich und leise an sie heranschlichen, sie plötzlich überfielen und mit einem Schlag in die Wirklichkeit zurückholten. So konnte sogar ein guter Tag wie ein schlechter enden. Es tat weh, dass niemand auf der Gedenkfeier gewesen war, der ihn so gekannt und geliebt hatte wie sie. Nicht einmal seine Eltern waren gekommen. Sie trauerten lieber alleine im Kreise der Familie, hatten sie gesagt. Es war schwer alleine zurückgelassen zu werden. Sie fühlte sich verlassen von ihm, seiner Familie, ihrer Familie, ihren Freunden, ihrer Liebe. Aber was noch viel mehr schmerzte war, dass seine Eltern, seine Familie sie für seinen Tod verantwortlich machten. „Du bist schuld, dass mein Sohn tot ist!“ hatte seine Mutter durch das Telefon geschrieen. Auch in der Stimme seiner Mutter hatte sie Verzweiflung und Trauer gespürt. Dieselben Gefühle, die sie nicht losließen. Natürlich konnte sie nachempfinden, was seine Mutter nun fühlte, aber gab sie ihr die Schuld an dem Tod ihres geliebten? Nein. Nein, sie gab niemandem die Schuld. Niemandem.

Schon immer hatte er die Küste geliebt, das Meer, die Wellen, die Luft, den Wind, die Vögel. „Wenn ich einmal sterben sollte und das muss ich bestimmt irgendwann“ hatte er damals gesagt, „dann möchte ich hier sterben. Hier, wo ich zu Hause bin, wo alles ist, was ich liebe.“ Es hatte sie verletzt. Erst jetzt wurde ihr die wahre Bedeutung seiner Worte klar. Er hatte mit ihr zusammen sein wollen. Für immer. Zusammen mit ihr in dem Haus am Strand, direkt neben den Klippen, leben wollen. Sie waren glücklich gewesen. So glücklich wie noch nie zuvor. Sie wollten heiraten. Im Sommer. Hier auf den Klippen. Wollten ihr eigenes Leben beginnen. Zusammen. Doch dann eines Tages zerplatzte der Traum, wie eine Seifenblase zerstört von einem Regentropfen. Sie hatte ihn verloren. Vor genau sieben Tagen, an einem stürmischen Tag, hatte er sie verlassen, an ihrem Geburtstag. Für immer. Bei dem Gedanken daran weinte sie stärker als je zuvor. Sie hatte ihn verloren an das, was er liebte. Hatte ihn verloren an die Küste, das Meer, die Wellen, die Luft, den Wind, die Vögel. Er wollte nur schnell runter zum Strand, warum genau wusste sie bis heute nicht. Vermutlich wollte er sie überraschen, doch er kehrte nie zurück. Verschluckt von den großen Wellen, die der Sturm mit sich gebracht hatte. Er war verschwunden in den Fluten. Verschollen. Was von ihm geblieben war, war nur das Grab auf den Klippen und ein Felsen am Strand, der an den tragischen Tod ihrer großen Liebe erinnern sollte.

Ein warmer Luftzug, ungewöhnlich für den Herbst in dieser Region, trug einen ungewöhnlichen aber wunderschönen Duft in das Zimmer. Es roch nach Rosen. Ihren Lieblingsblumen. Jemand stand zwischen den beiden wehenden Vorhängen vor der offenen Glastür. Er blickte auf das große schwarze Bett. Es schien als könnte man in einem Augenblick durch ihn hindurchschauen, in einem anderen war er ganz verschwunden und wiederum in einem anderen Augenblick erschien er wie aus Fleisch und Blut. Er sah traurig aus und blass. Seine Haare schienen nass, ebenso seine Kleidung, doch hinterließ er keinerlei Spuren von Wasser auf dem Boden. Er musste zusehen, wie die junge Frau weinte. Bei jedem ihrer verzweifelten Schreie zuckte er zusammen und sah danach noch trauriger und gequälter als zuvor. Er sah, wie sie ihre Hände vor Verzweiflung in das Bettlaken krallte, schluchzte und die Faust ballte, um sich gleich darauf wieder in das Bettlaken zu krallen.
Lange betrachtete der Mann am Fenster seine Geliebte, bis er auf sie zuging. Langsam. Sehr langsam setzte er sich auf die Bettkante des pechschwarzen Bettes. Er schaute sie liebevoll an. So viel Liebe steckte in seinem Blick, wie noch nie zuvor. Er streckte seine Hand nach ihr aus. Er zögerte, hielt inne und zog seine Hand leicht zurück. Er hatte Angst. Angst sie noch mehr zu verletzen, zu verwirren, ihre Sehnsucht größer werden zu lassen als sie schon war.

Er überwand sich und berührte sie sanft an der Schulter. Die junge Frau zuckte unter seiner Berührung zusammen. Erschrocken hielt sie den Atem an. Sie spürte seine Nähe, seine Wärme, seine Liebe. Sie wusste: Er war da. Direkt neben ihr. Er war zurückgekehrt. Er hatte überlebt. Er hatte gekämpft, um zu ihr zurückzukehren, um sie im Sommer zu heiraten, eine eigene Familie mit ihr zu gründen. Sie traute sich nicht zu atmen, sich zu bewegen in der Angst, dass er wieder verschwinden könnte. Sie hörte auf zu weinen. Fühlte sich zum ersten Mal seit Tagen nicht mehr allein. Fühlte sich plötzlich wieder geborgen, geliebt. Sie wollte aufstehen und ihn in die Arme schließen, ihn küssen, sein Wärme und Zuneigung spüren, doch die Angst blieb, dass dieses Gefühl wieder verschwinden könnte, so schnell wie es gekommen war. Bildete sie es sich nur ein oder war er wirklich zurück. Er streichelte ihr über den Rücken. Ja, er ist zurückgekehrt, dachte sie. Langsam und vorsichtig atmete sie ein und aus, sog dabei den wundervollen Duft von Rosen ein. Ihre Augen waren geschlossen. Sie genoss es seine Anwesenheit zu spüren. Sie konnte es nicht mehr aushalten, wollte sich umdrehen und ihm endlich wieder ins Gesicht sehen. Langsam wollte sie sich aufsetzen. Ihre Augen hatte sie immer noch geschlossen, denn sie wollte nicht die Wahrheit erkennen, dass alles nur ein Traum war. Er zog seinen Arm zurück. Sie hielt inne. Tränen bahnten sich erneut ihren Weg über das Gesicht der jungen Frau. Der Mann schaute sie traurig und liebevoll zugleich an. Er wollte sie nicht allein lassen, aber er musste. Das Schicksal hatte ihn eingeholt und entschieden, dass es an der Zeit war die Erde zu verlassen. Er wollte sich von ihr verabschieden. Ihr sagen, dass es nicht ihre Schuld gewesen war. Wollte ihr neue Kraft geben, diese schwere Zeit zu überstehen. Er beugte sich zu ihr vor. Vorsichtig und sanft strich er ihr eine braune Strähne aus dem Gesicht. Langsam kam er ihr näher und küsste sie schließlich auf die Stirn. Er steckte alles was er ihr geben konnte in diesen einen Kuss. Liebe, Wärme, Geborgenheit, Kraft, Mut, Zuversicht…

Er ist wieder da, dachte sie immer noch, doch er wusste, dass es das letzte Mal hier auf der Erde war, das sie sich so nah sein würden. Lange verweilten die beiden so, sie genoss jede Sekunde. Dann schließlich ließ er los, stand auf und ging einige Schritte zurück zum Fenster. Erst jetzt, als sie seine Wärme nicht mehr spürte, wurde ihr bewusst, dass er nicht zurückgekehrt war, um sein Leben wieder aufzunehmen, sondern um sich von ihr zu verabschieden. Mehr und mehr kalte salzige Tränen traten aus ihren Augen, liefen an ihren Wangen hinab und tropften schließlich auf das schwarze Bettlaken.
„Please, don’t go.“ ( „Bitte geh nicht.“ ) flüsterte sie nahezu unhörbar. „Please.“ ( „Bitte“ ) Ihr Kinn bebte.
Er drehte sich noch einmal um, schüttelte mit dem Kopf und sagte:
„I have to. It’s my destiny“ ( „Ich muss. Es ist mein Schicksal.“ ), sagte er in einem sanften ruhigen und zugleich unendlich traurigen Ton. „Never forget that I love you with all my heart…I always will.” ( „Vergiss nie, dass ich dich von ganzem Herzen liebe…ich werde dich immer so lieben.“ )
„But I need you…“ ( „Aber ich brauche dich doch…“ ) sagte sie tränenüberströmt. „…because I love you!“ ( „…weil ich dich liebe!“ )
„I love you, too.“ ( „Ich liebe dich auch!“ )Das waren seine letzten Worte. Ein leiser sanfter Luftzug drang in das Zimmer und er verschwand. Verschwand aus dem dunklen Raum, unwissend über die Folgen seines letzten Besuches auf Erden.
„Noooo!“ ( „Neeeein“ ) rief sie verzweifelt in die Nacht. „No, please, don’t go! Please…don’t…” ( „Nein, bitte, geht nicht! Bitte…nicht…“ )


Titel: Dana Glover – It is you (I have loved)


Zuletzt von TessandNick am Sa März 14, 2009 12:10 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   Di Jan 27, 2009 9:27 pm

Eine wahnsinns Story cheers Die Beschreibungen sind eine Wucht - so gefühlvoll, so emotional, so fließend --> ich bin darin versunken!

Und ich finde das Ende gar nicht mal so schlecht! Ein anderes hätte ich mir da gar nicht vorstellen können! Daumen Hoch
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   Di Jan 27, 2009 9:34 pm

Hey Kemi :-)

Danke für dein FB!! Was ich noch dazu sagen muss: diese Geschichte ist entstanden nachdem eine schlimme Nachricht aus Bolivien eine Austauschschüler aus meiner Klasse erreicht hat. Ihr bester Freund hatte sich umgebracht...in dieser Kurzgeschichte habe ich versucht die Ereignisse zu verarbeiten...

Noch einmal danke für den Kommi! Very Happy
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   Di Jan 27, 2009 10:05 pm

Woah, diese Nachricht ist echt schlimm! Das tut mir total Leid Knuddeln

Aber das hast du wirklich schön verarbeitet, vor allem wirds noch emotionaler, wenn man den Hintergrund kennt!
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   Mi Jan 28, 2009 10:47 am

Ja, mir tut das auch total leid besonders für Majo...

Danke nochmal Smile
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   So März 08, 2009 4:50 pm

He TessandNick,

Also zu Anfang mal ein paar Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind.

Zitat :
Der Wind blies kräftig. Er brachte die Vorhänge dazu,
seinem Belieben tanzen.
Erst mal fiel es mir schwer den Wind in einen Raum zu lassen O.o. Ich hätte ihn unter Umständen weggelassen und die bewegten Vorhänge gleich erwähnt, um auch den Wind zu schildern. Den in einem Raum weht normalerweiße kein Wind^^. Zum zweiten Satz da fehlt irgendwas O.o. Ein "nach" vielleicht, nach dem Komma?

Zitat :
Von nicht weit her konnte man das Rauschen des
Meeres hören, das Wasser, das mit jeder Welle um die Felsen der Küste
peitschte, in tiefen Grotten unter den Klippen verschwand und an einer
anderen Stelle, weit entfernt wieder ans Tageslicht kam.
Von nicht weit hört sich irgendwie so ungenau an. Entweder ist es von weit weg oder es ist nah. Ein Erzähler sollte das schon wissen. Zudem werde ich als Leser auf einmal aus dem Raum aufs Meer geworfen, ohne Grund. Ich nehme zwar mal an, das man das Meer vom Fenster aus sehen kann, aber warum ist das wichtig, wenn keiner im Raum ist der aus dem Fenster sieht? Also zumindest nicht bis dahin. Es wäre einfacher man würde über eine Person die in dem Raum steht und aus dem Fenster sieht, in die Geschichte eingeführt. Den kurz danach ist man wieder im Zimmer und versteht gar nicht, warum man eigentlich draußen auf dem Meer zuvor war..., fals du verstehst was ich meine^^.

Zitat :

Jemand
lag auf dem Bett.
Gibt es eigentlich einen Grund warum nach dem Jemand ein Absatz kommt. Sieht irgendwie gewollt aus, aber ich erkenne den Sinn nicht darin einen Absatz mitten im Satz zu machen.

Zitat :
Schrie verzweifelt durch die Abenddämmerung. Ihr
Schrei ließ die Möwen auf den Klippen aufschrecken und davonfliegen.
Und wieder wirfst du mich aus dem Zimmer. Erstens schreit sie nicht in die Abendämmerung. Die sieht sie im Zimmer mit dem Kopf im Kissen nicht mal^^. Zweitens wird sie auch die Möwen nicht mitbekommen, und warum musst du mich als Leser für die blöden Vögel aus dem Zimmer werfen. Wo das wirklich interessante, doch auf dem Bett liegt und ich wissen will was ihr passiert ist?

Zitat :
Niemand. Niemand, der ihr half mit ihrer Trauer umzugehen. Niemand. Es
war niemand da, der sie tröstete, wenn diese Gefühle sie wieder einmal
überfielen.
Also das find ich mal gelungen^^. Nur wenige beherrschen es Wortwiederholungen sinnvoll einzusetzen. Hier aber hast dus geschafft. Es verdeutlicht super die Einsamkeit des Mädchens.

Zitat :
So konnte sogar ein guter Tag als ein schlechter enden.
Der Satz klingt irgendwie seltsam. "Als ein" würde ich vielleicht mit einem "wie" ersetzen. Aber im Grunde ist der Satz im Ganzen blöd gestellt und auch überflüssig. Die davor erklären schon alles.

Zitat :
Es tat weh, dass niemand war auf der Gedenkfeier gewesen war, der ihn
so gekannt und geliebt hatte wie sie.
Das eine war ist zu viel.

Zitat :

Ein
warmer Luftzug, ungewöhnlich für den Herbst in dieser Region, trug
einen ungewöhnlichen aber wunderschönen Duft in das Zimmer. Es roch
nach Rosen.
Hier ist genau das Gegenteil, zu dem was ich oben bemägelt habe. Der Duft der ins Zimmer kommt, hat eine Bedeutung für die Geschichte, er treibt sie vorran. Darum stört es auch nicht mal kurz von außen ins Zimmer zu kommen. Du kannst das also auch sinnvoll einsetzen. Überrascht kuck^^.

Zitat :
in einem anderen war er ganz verschwunden und wiederum
in einem anderen Augenblick schien er so lebendig zu sein wie du und
ich.
Ich würde hier schreiben. Erschien er wie aus Fleisch und Blut, um seine Lebendigkeit zu verdeutlichen. Mit du und ich, sprichst du den Leser auf einmal direkt an. Das passt nicht zum Rest der Geschichte, vom Stil her.

Zitat :

Bei jedem ihrer
verzweifelten Schreie zuckte er zusammen und schien danach noch
trauriger und gequälter auszusehen als zuvor
.
Schien ist so ein böses Wort ^^. Sieht er nun so aus oder tut er es nicht? Auch das sollte ein Erzähler wissen.

Zitat :
So viel Liebe
steckte in seinem Blick, wie es noch niemand zuvor getan hatte.
So langsam begreife ich dass das mit dem Absatz wohl wirklich eine gewollte Form ist^^. Mal was anders und irgendwie interessant. Ansonsten stört mich an dem Satz das Ende. Wie, wie noch niemand zuvor? Das klingt übertrieben. Warum nicht lieber den Blick erklären? Sicher sind seine Augen sanft, er hat vielleicht ein verliebtes Lächeln auf dem Gesicht. Das erklärt das ganze auch ganz ohne so maßlos übertreiben zu müssen. Sicher gibt es irgendwo auf der Welt auch "Geister" die ihre geliebten Menschen ähnlich ansehen^^.

Zitat :
Er überwand sich und berührte sie sanft an der Schulter.
Müsste hier das "Er" nicht wieder obendrüber stehen? O.o Nun hab ich mich gerade daran gewöhnt^^ und du unterbrichst deine eigene Form, ohne wirklichen Grund, oder hat das Ganze einen Grund an der Stelle?

Zitat :

Liebe, Wärme, Geborgenheit, Kraft, Mut,
Zuversicht…
Der letzte Abschnitt war wirklich sehr gefühlvoll. Mir kamen fast die Tränen.


So nun mal zum Großen und Ganzen. Besonders das Ende ist sehr schön geschrieben. Wie schön wäre es, könnte man sich nach seinem Tod, wirklich auf diese Art verabschieden und auch für die Zurückgelassnen wäre ein derartiger Abschied sicher ein großer Trost. Wirklich eine schöne kleine Geschichte. Auch wenn ich hier viele sprachliche Aspekte angebracht habe. Zum Schluß war die Geschichte echt gut. Als wenn du dich anscheinend erst mal hast warmschreiben müssen^^.
Hoffe ich konnte dir mit meiner Kritik etwas weiter helfen und du ärgerst dich nicht all zu seher über das, was ich zu kritisieren hatte.

mfg. Enrico
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   So März 08, 2009 7:49 pm

Hey Enrico,

erst einmal Danke für dein FB!

Zitat :
Ein "nach" vielleicht, nach dem Komma?

Ja, da fehlt ein "nach"! *oops*

Und ja, ich verstehe, was du meinst.

Also mit den Absätzen, dass hat keinen bestimmten Grund. Da hatte ich nur ein paar Probleme mit meinem Computer. Der PC hat da so einige Macken in diesem Text eingebaut!

Ich ärgere mich nicht, über das was du geschrieben hast! ;-) Ich bin froh, dass es auch noch Menschen gibt, die sich die Zeit nehmen und eine Geschichte komplett auseinander nehmen, so wie du. Mir persönlich hilft das sehr.

Aber das mit den Absätzen hat wirklich keinen Grund, da hat wie gesagt nur mein PC gespinnt. Ich poste den Text gleich noch einmal, hoffentlich ohne die ganzen bösen Absätze! ;-)

Ich werde demnächst mal die Geschichte unter deinen Anmerkungen überarbeiten!

Danke noch einmal für dein ausführliches FB!

lg
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   Mo März 09, 2009 6:33 am

Es freut mich, dass ich dir helfen konnte und du mir meine Kritik nicht übel genommen hast^^. Gibt Leute die ertragen so was nicht. Freu mich schon auf die Überarbeitete Version. So so der Pc wars also^^. Hat der aber ne interessante Textform gebaut lach.

mfg. Enrico
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BeitragThema: Re: It is you I have loved all allong - We're In Heaven 2   Sa März 14, 2009 12:13 pm

So, oben habe ich jetzt die überarbeitete Version gepostet. Allerdings nur mit kleinen Änderungen. Ich habe bewusst die Beschreibungen des Meeres drin gelassen, da das Meer eine bestimmte Bedeutung hat (zumindest für mich). Das Meer steht für den Mann der jungen Frau, der in den Fluten umgekommen ist. Es zeigen, dass er auch weiterhin da ist...auch n ach seinem Abschied. Diese Bedeutung soll im ersten Teil von "We're In Heaven" auch deutlich werden, deswegen werde ich dort nachher auch noch die überarbeitete Version posten! Ich hoffe, ihr könnt euch mit meiner Entscheidung abfinden Wink
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