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 Jetzt oder nie

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Judy

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Weiblich
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BeitragThema: Jetzt oder nie   So Sep 23, 2007 12:59 pm

jetzt oder nie

Die Sonne strahlte mir in mein Gesicht. Es war ein wunderschöner Sonntagmorgen und ich wusste es würde ein besonderer werden! Nichts würde mich heute davon abhalten meine Freundin zu fragen ob sie meine Frau werden wollte. Alles hatte ich geplant. Bis aufs kleinste Detail. Wir würden einen wundervollen Tag haben, und am Abend würden wir dann gut Essen gehen. Nichts könnte diesen Tag zerstören, außer vielleicht meine Kollegen aus der Firma, wenn sie mich wieder einmal anrufen und zurück beordern... Doch, dass wird nicht geschehen, da bin ich mir sicher. Auf dem hellen Himmel ist kaum eine Wolke zusehen. Nichts scheint die Vögel davon abzuhalten ein paar wunderbare Melodien zu zwitschern und der Wind scheint heute mal ein kleines Nickerchen zu machen. Langsam gehe ich durch die Stadt. Zu meiner Rechten lauter Geschäfte, die gerade von lauter kaufwütigen Leuten besetzt werden, zu meiner Linken die Hauptstraße. Eigentlich befahren von Autos, doch heute soll eine Parade stattfinden, daher ist sie leider gesperrt. An mir rennen unglaublich viele Passanten vorbei, alle in der Hoffnung noch den Zug oder Bus zu erreichen. Zum Glück muss ich das heute nicht! Denn in ca. 5 Minuten werde ich Susanne treffen. Sie wartet auf mich bei den Springbrunnen am großen Platz. Aber zuerst muss ich noch dorthin finden.. Denn ich wohne noch nicht lange in der Stadt. Erst seit 2 Monaten um genau zu sein... Langsam gehe ich durch eine stille Gasse. Links und rechts von mir volle Mülltonnen. Alles wirkt so wie in diesen unglaublich spannenden Krimis, wo jetzt höchstwahrscheinlich eigentlich jemand überfallen wird... Doch hoffentlich geschient das nicht wirklich! Irgendetwas bewegt sich da hinten. Auf und ab. Mein Herz bleibt stehen. Bin ich wirklich so ein Angsthasen? Schnell bekomme ich eine Gänsehaut. Ich komme immer schneller näher. Was kann das nur sein? Da muss ich feststellen, dass ein nur eine im Wind wippende Skaterkappe war. Huch, da fällt mir aber ein Stein vom Herzen, denn ich hatte schon mit dem aller Schlimmsten gerechnet. Schnell hastete ich weiter durch die Gasse. Endlich beim Einkaufszentrum angekommen, musste ich nur noch in den zweiten Stock... Denn ich hatte meinem Verlobungsring einen Freund anvertraut. Dieser arbeitet als Kassier in einer Kleiderboutique. Doch leider war diese verdammte Rolltreppe schon wieder kaputt, also musste ich die Treppe nehmen. Gerade als ich, ganz verschwitzt, in das Geschäft stürmte presste er seine Mappe an sich, denn ein wütender Kunde wollte sie in anscheinend aus der Hand schlagen. Mein Freund sah ziemlich erleichtert aus, als ich den Laden betrat, denn er wusste, dass ihn ab jetzt nur noch wenig geschehen konnte. Schnell schritt er zu mir und überreichte mir den Ring. Doch in diesem Moment kam der wütende Kunde auf mich zu. Er holte aus und schlug mir den Ring aus der Hand. Ich konnte nicht fassen was gerade passiert war. Erschrocken starrte ich die Frau an die ihn soeben aufgefangen hatte. Sie lächelte mich an und sagte nur: „Der gehört wohl Ihnen?“ Dann übergab sie ihn mir. Ich himmelt die pfiffige Retterin an. Ohne sie hätte ich bestimmt ein halbe Ewigkeit gesucht. Ich bedanke mich und machte mich dann auf den Weg zu meiner Freundin. Zusammen verbrachten wir einen schönen Tag und endlich wurde es Abend. Die Sonne schien jetzt langsam unterzugehen und die Straßenlaternen gingen an. Sie leuchteten uns den gesamten Weg zum Restaurant. Dort angekommen ließen wir uns unsere Mäntel abnehmen. Dann setzten wir uns endlich zu Tisch. Schnelle Kellner hasteten stets an uns vorbei, aber wir ließen uns davon nicht stören. Die gesamte Zeit musste ich in ihre wunderschönen Augen sehen. Ihre Augen sind so wunderschön, so tief ein Brunnen und sie blau wie der Ozean. Doch plötzlich wurde ich vom Schwärmen unterbrochen. Der Kellner brauchte uns die Suppen. Offenbar hatte der Kellner den Verlobungsring in meiner rechten Hand entdeckt. Kurz zwinkerte er mir zu, dann ging er wieder seines Weges. Gemeinsam löffelten wir die sättigende Suppe. Und wenn ich sättigend sage, dann meine ich das so, denn dazu gab es noch ein Stück glattes Roggenbrot. Als endlich fertig waren, brachte der Kellner Susanne ihren gefüllten Hammelbraten und mir mein billiges Schwammerlgulasch. Nachdem wir endlich, sichtlich angestrengt, noch dieses Festmahl beendet hatten, kam noch ein nicht bestellter Nussstrudel. In diesem Moment dachte ich wir würden Platzen... Doch dem war natürlich nicht so. Ich erklärte den Kellner höfflich aber schnell, dass dieser nicht unserer war und die Sache hatte sich geklärt. Mit einen Nicken gab ich Susanne zu verstehen, dass es Zeit war nach Hause zu gehen. Im Gedanken wusste ich natürlich: Jetzt oder nie! Als wir gerade dabei waren das Restaurant zu verlassen fiel mir auf, dass es draußen regnete. Der prasselnde Gewitterregen machte den Tag ja nahe zu perfekt! Ich war schon dabei die weiße Flagge zu hissen,
als ich mich auf die Knie sinken ließ. Susanne blickte mich voller erstaunen an, doch ich wusste, dass es nun kein Zurück mehr gab. Ich blickte ihr tief in die Augen und brachte es zu Ende.
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Kemijoki
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BeitragThema: Re: Jetzt oder nie   Di Sep 25, 2007 7:42 pm

Ich find deine Story echt super gelungen Smile Gefällt mir. So schön fließend geschrieben und guter Inhalt Smile

Bin begeistert Very Happy
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BeitragThema: Re: Jetzt oder nie   Di Okt 14, 2008 9:50 pm

Hallo Judy, ich finde die Geschichte so wirklich sehr schön geschrieben, hab da aber was zu beanstanden. Nichts Schlimmes. Wenn du sie vielleicht noch etwas ausbauen würdest, wäre es perfekt. Ich finde das Ende etwas zu schnell, vielleicht noch eine Poernte an hängen. Das ihm durch das viele Essen als er sich vor sie kniet, der Knopf von der Hose noch abgeht und über den Gehsteig rollt. Wo beide dann anfangen zu lachen und dann lachender Weise nach Hause gehen um dort einen netten Abend zu verbringen.

Das wäre jetzt so eine Idee. Denn so finde ich sie recht nett besonders das mit seinem Freund der die Ringe aufbewart.
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Enrico
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BeitragThema: Re: Jetzt oder nie   Di Nov 11, 2008 11:05 am

He Judy (Ich liebe diesen Namen^^),

Ich hab mich mal an deine Geschichte gewagt. Mal sehen wie sie ausgeht. Hab irgendwie ein ungutes Gefühl gehabt, als ich die ersten Zeilen gelesen hatte.

Zitat :
Zu meiner Rechten lauter Geschäfte, die gerade von lauter
Muss es eigentlich zwei mal lauter sein? Dir fällt doch sicher noch ein anderes Wort dafür ein. Oder lass einfach einmal weg.

Zitat :
dass ein nur eine im Wind wippende Skaterkappe war.
Meintest du nich eher es?

Zitat :
Die Sonne schien jetzt langsam
Warum schien? Ging sie unter oder tat sie es nicht O.o?
Zitat :

wunderschönen Augen sehen. Ihre Augen sind so wunderschön,
Gibts für wunderschön nicht noch andere Ausdrücke? Muss die Dopplung sein.

Zitat :
Offenbar hatte der Kellner den Verlobungsring in meiner rechten Hand entdeckt. Kurz zwinkerte er mir zu, dann ging er wieder seines Weges.
Ist das wirklich wichtig? Zudem hattest du im Satz davor schon Kellner. Du könntest die Dopplung mit einfach er, ersätzen. Man weiß ja um wenn es geht.

So viel zu den sprachlichen Sachen. Die Sache im Laden mit dem Kunden, fand ich irgendwie unglaubwürdig. Warum wird er auf einmal von einem wilffremden Kunden angegriffen. Das war irgendwie nicht logisch. Besonders weil man den Grund nicht kannte. Außerdem hab ich bisher noch nie einen Kunden im Geschäft handgreiflich werden sehen. War das nur um Spannung wegen des Ringen zu erzeugen? Wenn ja, war die viel zu schnell weg, als die Frau ihn auffing. Wenn er hätte suchen müssen, sich vielleicht verspätet hätte, wäre das wirklich spannend gewesen. So könnte man das sicher auch einfach weg lassen. Auch wundert mich das er den Ring aus der Hand gegeben und bei einem Freund gelassen hat. Wozu? Ist er nicht sicherer er hat ihn bei sich? Dann muss er auch nicht extra den Umweg machen. Auch wieder von meiner Seite ohne erklärung nicht nachvollziehbar.
Selbe Sache mit dem Kelner. Es ist doch gar nicht wichtig, ob er den Ring sieht oder nicht, es sei denn er würde dem Protagonisten beim Heiratsantrag helfen, den Rimg im Weinglas versenken, oder so was. Aber so. Irgendwie unwichtig das zu erwähnen. Ebenso wie das Essen eher nur fix abgehandelt wurde. Wo ich mir vorstellen könnte, das ich da vor Aufregung keinen Bissen runter bringen könnte. Wenn er wenigstens noch etwas von seiner Angebetten geschwärmt hätte, aber auch das war fix in zwei Sätzen abgehandelt. Das was wirklich wichtig wäre, um zu verstehen warum er sie überhaupt heiraten will. (Aber hauptsache der Kellner schaut nach dem Ring, was der Protagonist in dem Moment eigentlich gar nicht bemerken können sollte, denn er hat ja nur Augen für seine Frau)

Und dann der finalle Schluss:
Zitat :
Ich blickte ihr tief in die Augen und brachte es zu Ende.
Mein schlechtes Gefühl vom Anfang hat sich zwar nicht bestätigt, aber was ist das? Die ganze Zeit fiebert man mit, auf genau diesen Moment. Man will ihn kniehen sehen und seinen Spruch hören und du handelst das aller wichtigste der Geschichte mit "ich brachte es zu Ende" ab?
He das ist nicht fair. Besonders nicht dem armen Protagonisten gegenüber. Gön ihm diesen Moment und beschreibe ihn auch.
So viel von mir. Mh klingt nach ziemlich viel Kritik... naja so bin ich eben^^. Fieß und gemein... und viel zu ehrlich.

mfg. Enrico
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