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 Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte

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Zeitengeist

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BeitragThema: Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte   Mi Nov 12, 2008 11:28 pm

(Un)sterblich


Das Unwetter zieht seinen Lauf, die Glocken schlagen zur Morgenandacht so laut als wollten sie das Gewitter übertönen. Die Menschen vom Regen geplagt, drängen sich langsam ihn die Kirche. Die Glocken hören auf zu schlagen und voller Würde betritt der Priester die Kirche, seine Schritte hallen auf dem kalten Marmorplatten wieder, alt war der Priester, aber gewiss nicht zu alt um seinen geliebten Gottesdienst abzuhalten. Ohne inne zu halten schreitet er zum Altar und kniet schwerfällig nieder. Noch halb kniend fordert er die Menge auf ihm nach zu sprechen:

Ave María, gratia plena,
Dominus tecum.
Benedícta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Iesus.
Sancta María, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus, nunc et in hora mortis nostrae.

Amen.

Viele Stimmen erklingen und stimmen in das Gebet ein, nur eine Gestalt die in der Ecke bei der Marienstatur steht bleibt stumm. Stumm und in Gedanken versunken betet die Gestalt den Rosenkranz immer wieder. Keiner nimmt sie wahr, ist es doch schon alltäglich für die anderen Menschen das bei jeder Andacht diese Gestalt bei der Marienstatur steht und betet.
Der Priester beendet seinen Gottesdienst und verlässt als erster die Pforten der Kirche gefolgt von einer Menschenschar.
Nur die Gestalt an der Statur, sie bettet immer noch, steht da als einsamer Wächter so mag man meinen.

"Ich sollte jetzt gehen, die Anderen erwarten mich sicherlich schon.." Prane steckt ihren Rosenkranz in ihren Beutel und verbeugt sich noch mal vor der Marienstatur. Hastig machte sie sich auf den Weg aus der Kirche, Richtung dem großen Wald der am Stadtrand lag. Ihr Kleid bauschte sich im Wind auf, auch wen es vom Regen durchnässt war. Am Waldrand angekommen bannte sie sich einen Weg durch den Wald bis sie ein herrschaftliches Haus sehen konnte. Knarrend öffnete sich das Haupttor und Jack, der alte Hausdiener, begrüßte Prane mit einer Verbeugung. "Meine gnädige Dame, seid willkommen." Prane hasste diese Höflichkeiten und ging einfach ins Haus ohne ein Wort. "Prane, du sollst dich doch nicht in der Stadt ohne Geleit herumtreiben." Ihr Vater schaute sie wütend an. "Ich war bei der Messe und sonst nichts." Ihr Vater zeigte auf den Westflügel. "Wir haben eine Hauskapelle, du brauchst das Haus nicht verlassen! Und nun geh auf dein Zimmer."
"Ja Vater."

Prane schlenderte die lange Treppe hinauf und bog dann rechts ab. Am Zimmer angekommen öffnete sie die Tür und betrat die nur zu gut bekannten Zimmer, die ihr gehörten. Der Kamin war schon für sie angezündet worden und auch neue Kleider lagen bereit. Erst jetzt merkte sie, dass sie am ganzen Körper friert, ihre Kleidung ist völlig durchnässt. "Hmm, ein schön heißes Bad wäre jetzt nicht falsch.." Prane ruft eine Dienerin zu sich, sie solle doch ein Bad für sie herrichten. Die Dienerin fühlt die bronzene Badewanne Eimer um Eimer mit warmen Wasser, schweißgebadet und erfreut über ihr vollbrachtes Werk streut sie noch frische Rosenblüten in das dampfende Wasser. "Meine Dame, das Bad ist fertig. Soll ich eure nassen Kleider in die Wäscherei bringen?" Prane machte eine leichte Handbewegung. "Mach was du für richtig empfindest!" Die Dienerin verabschiedete sich mit einer Verbeugung und Prane machte sich auf den Weg ins Bad.
Prane zog sich die nassen Kleider vom Leib und ließ sie wie Lumpen in die Ecke fallen. Als das warme Wasser ihre Brüste umspielt kann sie sich endlich entspannen und ihr Gedanken schweifen lassen. "Warum behandeln sie mich wie ein Vögelchen im goldenen Käfig?" Prane schlägt wütend auf das Wasser, doch was sie nicht wissen konnte, dass sie der wertvollste Schatz der Familie war. Wenn sie ihr erstes Kind gebären wird, wird sie den einen Kuss erhalten von ihrer Mutter, den Kuss der Nacht, das Geschenk der Unsterblichkeit....

Rave war der erste Vampir des Clans. Gebrochen wurde sein unsterbliches Herz als er sich damals in Prane verliebte, eine sterbliche Frau von wunderschöner Gestalt. Doch nur eins konnte er ihr nicht schenken: ein Kind. so wartete er bis Prane einen anderen Mann gefunden hatte und ihr erstes Kind gebar. Nachts, heimlich wie ein Dieb, stahl sich Rave in die Gemächer von Prane und machte sie zu einer der Unsterblichen und so wird die Gabe der Unsterblichkeit seit Jahrhunderten in der Familie von Mutter zu Tochter weiter gegeben.... und weil Prane ihrer Vorfahrin von vor Jahrhunderten aufs Haar genau glich, wurde ihr dieser Name vermacht.

Prane zuckte aus ihren Gedanken auf als sie einen Stimme hörte: "Willst du wissen, wie sich Lust anfühlt? Ich kann es dir zeigen.." Prane schaute sich verwundert um aber niemand war im Raum. Plötzlich fühlte Prane eine Berührung an ihrem rechten Schenkel, die unsichtbare Hand streichelte vorsichtig ihre nasse Haut. Die Hand glitt immer höher und Prane wurde rot, diese Gefühle die sie spürte waren ihr nicht vertraut, doch trotzdem waren sie angenehm, das Gefühl breitete sich in ihrem ganzen Körper aus, bis sie schließlich laut aufstöhnte vor Freude.
Die Berührungen waren weg und zurück blieb eine Prane, die vor Scham im Boden versinken möchte. Es klopfte an der Tür, es war die Dienerin. "Meine Dame, der Lehrer für die Fechtstunde ist gerade angekommen!" Pranes Augen leuchteten auf vor Freude. Fechten war das Einzige neben der Messe, was ihr wirklich Freunde bereitete. "Richte dem Lehrer aus, dass ich gleich bei ihm sein werde!"

Prane steigt hektisch aus der Wanne und trocknete sich ab, die Dienerin hilft ihr beim ankleiden. Schnell lief Prane den Gang entlang und die Treppe runter zum Nordflügel, wo sich die Fechthalle befand. Der Fechtmeister war noch jung, etwa in Pranes Alter und hübsch noch dazu. "Seid gegrüßt Prane." Lennon verbeugte sich vor Prane. "Einen schönen Tag wünsche ich euch Lennon!" erwiderte Prane mit einen Lächeln auf den Lippen. Die beiden nahmen Aufstellung und fingen an zu fechten. Es sah aus wie ein Tanz, die Klingen kreuzten sich, nur um sich darauf wieder zu trennen. Lennon drängte sie Angriff um Angriff an die Wand, so dass er dann selbst durch einen ungeschickten schritt stolperte und genau auf Prane fiel.
Nun lagen sie da am Boden, Körper auf Körper, es herrschte Stille, nur ihr beider Herzschlag war zu hören. Lennon beugte sich ganz vorsichtig zur Prane runter und küsste sie.
Pranes Vater und Rave betreten den Zuschauerbalkon und als sie sehen was sich in der Halle abspielt, macht sich ein befriedigendes Lächeln in Raves Gesicht breit.
"Du hast gut gewählt Thron. Jetzt muss nur noch die Zeit für uns arbeiten!"
Wie ein kleiner Junge lehnte Rave an dem Holzbalken des Balkons und verfolgte das Geschehnis unter ihm. "Du könntest recht haben, dies könnte der richtige Gemahl für Prane sein!"
In Lennons Gesicht landete eine Backpfeife die sich gewaschen hatte. "wie kannst du es wagen, mich zu küssen? Hat dir deine Mutter keinen Anstand gelehrt?"
"Aber du bist so schön... Ich konnte nicht anders.."
Prane richtete sich wieder auf nur um sogleich den Raum zu verlassen.

Langsam aber sicher kündigte sich der Herbst an und die Bäume legten ihr schönstes Herbstkleid an. Die Bediensteten waren damit beschäftigt Laub zu fegen und die unzähligen Wasserspeier am Haus wieder in voller Pracht erstrahlen zu lassen. Nur der Familienfriedhof lag still da, es wurde den Angestellten verboten, diesen auch nur zu betreten. So bedeckten die Blätter die Gräber und der Nebel hüllte alles in ein schummriges Licht. Nur hier und da schauten noch einzelne vertrocknete Blumen hervor, die Jemand auf die Gräber gelegt hatte.
Prane schaute aus dem Fenster und träumte vor sich hin bis ihr Blick auf den Friedhof viel und sie sich an den Tag erinnerte, als ihr gesagt wurde, dass ihre Mutter hier begraben liegt. Traurig wandte sie sich vom Fenster ab, nahm ihren Umhang und machte sich auf den Weg zur Hauptpforte. Draußen schlenderte sie gemütlich ums Haus herum, bis sie zu einem großen Anbau kam, wo stets ein Fenster offen war. Gurend wurde sie von Orw begrüßt, einer schwarzen Eule, mit der sie sich vor Jahren angefreundet hatte. Prane streckte ihren Arm aus damit Orw darauf landen konnte und die beiden verschwanden im Wald.


Ich komme einfach nicht weiter mit dem schreiben,ich weiß zwar schon das Ende und wie sich die Hauptfigur entwickeln sollte Crying or Very sad
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Eden
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BeitragThema: Re: Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte   Mi Nov 12, 2008 11:31 pm

Hilft es dir auch nicht wenn du ein wenig Abstand nimmst? Ich hatte bei meiner Geschichte einen riesen Hänger, es ging echt nichts mehr. Also hab ich sie weg gelegt und mich auch einen Monat nicht mehr daran gesetzt. Dann ist mir beim ersten Lesen eine Stelle aufgefallen die nicht in den Kontext, bzw zu meiner Vorstellung der Geschichte passte. Ich habs umgeschrieben und schon war die Blokade weg un dich konnte sie beenden. Grundsätzlich ist es immer ganz gut erstmal nicht zu schreiben oder darüber nachzudenken. Irgendwann kommst du von ganz alleine an den Punkt an dem es wieder geht Smile
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BeitragThema: Re: Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte   Do Nov 13, 2008 2:08 pm

Hi Süße, schade das du bisher noch nicht weiter gekommen bist, hätte sooooo gerne weiter gelesen. Aber du weist doch, bei mir ist es im Moment doch auch so, ich komme doch auch nicht weiter. Ich habe auch schon überlegt, einfach Abstand zu nehmen, doch ist gar nicht so einfach, wenn man seine Sachen fertig bringen will. Es ist frustrierend, und man bekommt nur Kopfweh dabei...hab an Entspannen gedacht, doch das funktioniert zur Zeit auch net. Versuche mich deswegen wieder mit dem zeichnen abzulenken. Ich glaube, wir haben im Moment einfach zu viele andere Sachen im Kopf(Die nichts mit dem schreiben zu tun haben).

Kopf hoch, und dann weitermachen, wenn es geht, ja nicht unter Zwang, denn dabei kommt nie was vernünftiges bei raus, hab ich gestern bemerkt als ich weiterschreiben wollte.
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Zeitengeist

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BeitragThema: Re: Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte   Mi Nov 19, 2008 1:28 pm

ich glaub das werde ich mal ausprobieren,ihrgendwann wird schon der Geistesblitz kommen hoffe ich.
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Zeitengeist

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BeitragThema: Re: Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte   Do Nov 27, 2008 9:50 pm

noch mal danke für die Hilfe Very Happy hab es mal so gemacht und sieh da ich komme endlich wieder weiter *freu*
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BeitragThema: Re: Komme einfach nicht weiter bei meiner Geschichte   Do Nov 27, 2008 10:13 pm

Na das hört sich doch mal gut an. Very Happy
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