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 Daydreams

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BeitragThema: Daydreams   Do Okt 02, 2008 7:34 pm

Hey!

Ich hab ja vor kurzem einen Brief reingestellt. Und nun möchte ich auch meinen Traum nachreichen, ABER ich habe mir etwas überlegt. Ich stelle meine Geschichte, meinen Traum in mehreren Kapiteln dar. Und ich schmücke ihn etwas aus, sodass eine Geschichte daraus wird. So ist es interessanter zu lesen und auch wesentlich lustiger zum schreiben Smile

Dazu sollte ich noch sagen: Alles geschriebene ist von mir frei erfunden, wenn ich mich an jemandes Geschichte anlehnen sollte, und wenn auch nur kurz tut es mir Leid. Die Geschichte entstammt meiner Fantasie und alle sich darin befindlichen Personen entstammen ebenfalls meiner Fantasie.

Also dann, viel Spaß beim Lesen! Wink



Kapitel 1:

Ich stehe wiedermal hinter der Bar. Schnell bücke ich mich und leere den Aschenbecher in die geöffnete Klappe des Müllverwerters.
Ein Schmerz jagt durch mein rechtes Bein. "Hhttthhh", ziehe ich die Luft scharf zwischen meinen zusammenbebissenen Zähnen ein.
"Alles okay bei Ihnen?", spricht mich der Mann an der Bar an und ich nicke nur. "Alles okay.", antworte ich, setze ein Lächeln auf und werfe einen kurzen Blick in seine Kaffeetasse. "Noch einen Schluck Kaffee?", frage ich ihn um ihn von mir abzulenken und reibe mir in der Deckung der Barrundung über den Oberschenkel. Der Herr lächelt freundlich zurück und nickt. "Gern. Vielen Dank."
Mit geübtem Handgriff nehme ich die Kaffeekanne aus der Maschine und fülle die Tasse auf.
Im selben Moment stürmt ein kleines Mädchen durch die Eingangstür.
"Mama!", brüllt sie durch das gesamte Café.
Meine Augen beginnen zu strahlen, und es ist als würde irgendeine Kitschmusik einsetzten und die Zeit still stehen als ich mich hinter dem Tresen hervor bewege und meine Arme ausbreite. Lachend sinke ich in die Knie, ignoriere den Schmerz in meinem Bein und fange meine kleine Tochter auf. "Maja..", flüstere ich in ihr Ohr und drücke sie fest an mich. In solchen Momenten könnte die Welt wirklich stehen bleiben. Doch leider tut sie es nicht. Und auch Kinder halten nicht viel von der Zeit. Maja befreit sich aus meiner Umarmung und öffnet ihren Mund um mir alles zu erzählen was sie heute erlebt hat. Doch ich lege ihr vertrauensvoll den Finger auf den Mund und lächle sanft. "Maus, Keith ist heute wieder da. Willst du nicht zu ihm nach hinten in die Küche sehen?"
Das brauche ich diesem kleinen Wirbelwind nicht zweimal sagen und schon ist sie weg.

Langsam stehe ich wieder auf. Den Schmerz kann ich nun nicht mehr ignorieren. Wieder ziehe ich die Luft scharf zwischen den Zähnen durch, doch auch ein leises Aufstöhnen kann ich nicht unterdrücken. Und im nächsten Moment muss ich mich an der Bank neben mir festhalten.
(Was ist denn heute mit mir los?), frage ich mich und schüttle den Kopf. Stöhnend ziehe ich mich hoch und gehe vorsichtig zurück hinter die Bar.
Eine Gruppe Jugendlicher klopft die frisch geputzten Fensterscheiben entlang und zeigt mir den Mittelfinger als ich einen kurzen Blick zu ihnen werfe. (Also ich werde definitiv verhindern dass meine Kinder auch mal so werden...), denke ich und beginne damit den Gläserspüler auszuräumen.
Da öffnet sich die Eingangstüre erneut und ein mir bekanntes Gesicht betritt das Café.
"Hey.", begrüße ich die Freundin. Zwei nicht mehr ganz so kleine Kinder hüpfen vor den Barhockern herum, um auf sich aufmerksam zu machen. "Hallo Tante Mary!", erreicht mich ihr Begrüßungsgesang im Chor.
Ich will gerade etwas erwidern, da berührt mich eine Hand von hinten. Erschrocken fahre ich herum und starre Keith an. Dieser entschuldigt sich sofort. "Mary, es tut mir Leid, ich wollte dich nicht erschrecken. Ich wollte dir nur Bescheid sagen dass der Kindergarten eben angerufen hat. Sie fragen wann du Sam heute abholen kommst?"
Ich starre ihn noch immer an, schlage aber, als seine Worte zu mir durchdringen, die Hände vor dem Gesicht zusammen.
"Oh nein... Ich habe ganz vergessen dass ich Sam heute abholen muss!"
(Was soll ich nur tun? Ich muss die heutige Schicht für Terry übernehmen und kann nicht weg! Aber ich kann Sam auch nicht im Kindergarten sitzen lassen!)
Mein Gehirn arbeitet, und es will Panik in mir aufsteigen. Doch mühsam schaffe ich es sie zu unterdrücken.
(Ich kriege das schon irgendwie hin!), rede ich mir ein und starre hilflos auf den Gläserschrank.
"Ich...", meldet sich Keith zu Wort und zieht meinen Blick somit auf sich. "Ich wollte gerade Pause machen und mir schnell was vom Chinesen holen. Wenn du es erlaubst, hole ich den Kleinen ab?"
Dankend nicke ich ihm zu.

Fortsetzung folgt...


Zuletzt von Survivor am Fr Okt 03, 2008 8:24 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Daydreams   Do Okt 02, 2008 8:17 pm

Hui, das klingt schonmal interessant.
Ach und übrigens sehr schöner Schreibstil. Man hat erstens das Gefühl mitten drin zu sein in der Geschichte und zweitens ist es irgendwie ein sanfter Schreibstil. Ich kann das nicht genau beschreiben, aber ich finde den Stil wirklich sehr schön. Sehr gut gelungen.

Kleine Kritik bzw. Frage: Warum klammerst du das, was Mary denkt, ein? Ich fände es persönlich feiner zum Lesen, wenn du Anführungszeichen machen würdest oder Pfeile (>> Text <<).

Das scheint ein Traum zu sein, der dich wirklich beschäftigt (hat), ansonsten würdest du ihn nicht auf derartig anspruchsvolle Weise verarbeiten.

Würde mich freuen, wenn du bald den nächsten Teil postest.


P.S.: Mir gefällt der Titel. Der hat mich sofort gelockt, deine Geschichte zu lesen.
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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Okt 03, 2008 1:52 am

Und ich melde mich wieder *g*

Maggie, danke für das liebe FB! Da ich noch nie eine meiner Geschichten veröffentlich habe, bedeutet es mir sehr, sehr viel.

Ich klammere Mary's Gedanken ein, da ich persönlich mir so leichter tue, Gedachtes und Gesagtes auseinderzuhalten. Und weil ich es vom Posten mittlerweile so gewohnt bin Wink

Und... ich fand den Titel passend. Er passt erstens zu mir, da ich selbst oft genug am Tag vor mich hinträume, und er passt auch zur Geschichte... aber mehr will ich auch gar nicht verraten Smile



Kapitel 2:
Schwer atmend halte ich mich am Treppengeländer fest. (Ich hasse diese Stufen! Ich hasse dieses Wohnhaus!), denke ich zum x-ten Mal, bevor ich mich daran mache eine weitere Treppe hochzusteigen.
Als ich auch diese endlich bewältigt habe, erwarten mich Sam und Maja schon mit hochroten Gesichtern. "Mama, was brauchst du so lange?", fragt mich Maja aufgeregt, doch Sam scheint zu sehen dass ich Schmerzen habe. Darum schaut er zu Maja und schüttelt den Kopf. "Psst, sei leise Maja."
Erst sieht ihn seine Schwester verständnislos an, doch dann nickt auch sie. Und ich bin mir fast sicher dass sie Sam später in ihrem Zimmer mit Fragen überhäufen wird. Doch er wird sie ihr wie immer beantworten. Mein großer Junge. Welche Stütze er doch schon in so jungen Jahren für mich ist. Seine Reife erschreckt mich manchmal. Ich kann oft gar nicht glauben dass er erst 5 Jahre alt ist. Er wirkt viel älter.
Er reißt mich aus meinen Gedanken indem er nach meiner Hand greift und sie liebevoll streichelt. "Entschuldige...", flüstere ich lautlos und schließe die Tür auf. Und schon sind sie durch den kleinen Spalt geschlüpft, der sich bildet als ich die Tür öffne.
"Maja, Jacke und Schuhe ausziehen!", höre ich Sam vorwurfsvoll nach seiner kleinen Schwester rufen und kleine Füße die zurück über das Parkett laufen. Dann das Poltern von Schuhen und wieder Fußgetrappel. Nun passiere auch ich den Eingang und schließe die Tür hinter mir. Fürsorglich schließe ich ab und kontrolliere nochmal, ob auch wirklich abgeschlossen ist.

(Ich bin vielleicht k.o..), denke ich und streife mir müde die Schuhe von den Füßen. Ich stelle sie an ihren Platz und hebe auch gleich noch die Schuhe meiner Tochter auf. Achtlos auf den Boden geworfen, liegen sie jeden Tag aufs neue neben den ordentlich hingestellten Schuhen meines Sohnes. Woher er wohl diese Ordentlichkeit hat? Von seinem Vater? Also, eines steht fest - von mir hat er sie sicher nicht.
Zum ersten Mal seit dem frühen Morgen sehe ich mich im Spiegel. Und wie ich aussehe! Einige Strähnen meiner Haare haben sich aus meinem Zopf gelöst und hängen mir ins Gesicht. Ich mache das Haarband los und stelle meine Tasche auf den Boden. Dann gehe ich ins Bad und bürste mir die Haare.

Plötzlich vernehme ich ein Geräusch, welches klingt als wäre etwas zu Boden gefallen. Dann Stille. Und kurz darauf das Weinen meiner Tochter Maja.
So schnell mich meine Füße tragen laufe ich ins Kinderzimmer. Angst breitet sich in meinem Körper aus und scheint jede Faser zu berühren. Maja liegt am Boden und weint. Sam ist nicht im Zimmer. Ich begebe mich an die Seite des Mädchens und hebe seinen Kopf hoch. "Schatz, was ist denn los?", frage ich sie, erhalte als Antwort jedoch nur Weinen.
"Sie wird wahrscheinlich aufs Bett geklettert und runtergefallen sein.", antwortet mir stattdessen eine Kinderstimme hinter mir. Ich drehe mich um. "Sam, wo warst du?", frage ich ihn forsch.
Er merkt sofort dass ich böse bin und in seinen Augen sammeln sich Tränen. "Mama, bitte nicht böse sein! Ich war nur kurz am Klo! Es war wirklich dringend!", versucht er mich zu beschwichtigen.
"Ach Sam, komm her.", sage ich versöhnt und bedeute ihm sich neben uns zu setzten. Maja hat aufgehört zu Weinen und sich mit ihrem Kopf in meinen Schoß gekuschelt.

"Ich hab euch beide sehr, sehr lieb.", gestehe ich ihnen und streiche jedem meiner Kinder kurz, aber zärtlich über den Kopf. Sam dreht seinen Kopf zu mir und lächelt. "Wir haben dich auch sehr lieb Mama." Und wie zur Bestätigung nickt Maja.
Mir treten Tränen in die Augen. Damit die Beiden sie nicht sehen hebe ich meine Tochter sanft auf und stelle sie auf ihre Füße.

"So, dann wollen wir mal. Wer mag mit mir Fernsehen?", frage ich und sehe zu den Beiden hinab. Beide springen hoch und zeigen dabei auf. "Gut, dann zieht euch schnell euren Pyjama an. Wir treffen uns auf der Couch! Der letzte der da ist muss das Licht abdrehen!", sage ich, lache und renne zu meinem Kleiderschrank. Schnell ziehe ich mir eine Jogginghose und ein ausgewaschenes Shirt über und husche zur Couch. Da ich aber die Fernbedienung nirgends entdecken kann, muss ich diese erst suchen. Und als ich sie endlich gefunden habe, sitzen die Kinder schon auf der Couch und grinsen mich an. Ich will mich gerade zu ihnen setzen, da sieht Maja mich lachend an. "Licht abdrehen Mama!", ruft sie und klatscht in die Hände.
Geschlagen schleiche ich zum Lichtschalter und lösche das Licht. Dann schalte ich den Fernseher ein und wähle ein Programm in dem eine Tiersendung läuft. Ich setzte mich zwischen meine Kinder und werde sofort von ihnen belagert.
Es dauert nicht lange und die beiden sind eingeschlafen. Leise bringe ich jeden von ihnen in sein Bett und schließe die Zimmertür. Dann schalte ich auch den Fernseher aus und richte die Couch für die Nacht her.

Bevor ich meine Augen schließe fällt mein Blick auf ein Foto an der Wand und ich schlafe mit einem Lächeln auf den Lippen ein.

Fortsetzung folgt...


Zuletzt von Survivor am Fr Okt 03, 2008 8:24 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Okt 03, 2008 2:12 am

Ich bin wirklich begeistert von deinem Schreibstil.
Alles wirkt so real...dabei sind Träume doch oft so chaotisch.
Mich würde ja interessieren, wie viel aus dem Traum ist und wie viel du dazu erfindest, um eine zusammenhängende Geschichte daraus zu basteln. Wink

Noch kann ich gar nicht sagen, was es mit dieser kleinen Familie genau auf sich hat.
Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht.
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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Okt 03, 2008 3:41 am

Danke Maggie. *verbeug*
Also... meine Träume haben komischerweise immer eine ziemlich genaue Struktur und sind alles andere als chaotisch. Chaotisch für mich eher im Nachhinein, wenn ich so viel darüber nachdenke dass ein richtiges Gedanken-Chaos entsteht.

Also... wenn es dir nichts ausmacht, verrate ich dir erst am Ende meiner Geschichte wie viel erfunden ist und bis wohin der Traum mit dabei war ja? Sonst nehm ich dir ja den Spaß am lesen Wink

Tja, und nur dank deines FB's mache ich mich auch gleich noch ans nächste Kapitel. Smile

EDIT: Ist leider etwas kurz und nicht viel aussagend geworden, aber auch die weniger aussagenden Kapitel gehören dazu, warum und wieso klärt sich später wahrscheinlich (hoffentlich Wink) von selbst auf.




Kapitel 3:
Am nächsten Morgen werde ich von etwas kaltem geweckt. Mein Körper drängt darauf sich ruckartig aufzusetzen, doch ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen. Denn ich fühle mich wie gerädert. Langsam und unter großer Anstrengung hebe ich die Hand und versuche das kalte Etwas zu vertreiben. Doch ich erwische es nicht. Inzwischen hat sich mein Bewusstsein etwas in Bewegung gesetzt und ich werde richtig wach. Ich öffne die Augen und blicke in Sam's lächelndes Gesicht.
Gleich nachdem er bemerkt hat dass ich wach bin ruft er "Maaaja! Sie ist waach!" Weiterhin fuchtelt er mit einem kalten Waschlappen vor meinem Gesicht herum.
Nun setze ich mich doch auf und reibe mir mit beiden Händen übers Gesicht. "Wie spät ist es Schatz?", frage ich meinen Sohn verschlafen. Dieser antwortet "Ich weiß es nicht Mama. Aber das Telefon hat schon zweimal geklingelt." "Was meinst du damit?", frage ich ihn erneut. (Muss ich ihm heute alles aus der Nase ziehen?) "Naja, einmal bin ich drangegangen. Es war Keith. Er hat gesagt dass du heute nicht Arbeiten zu kommen brauchst, weil Terry als Wiedergutmachung ihre und deine Schicht macht. Und sie bedankt sich für gestern. Keith hat dann noch irgendwas gesagt, aber das hab ich vergessen.", schließt er seinen Bericht ab und lächelt mich an.
"Dankeschön Schatz.", bedanke ich mich bei ihm. "Okay, wenn ich heute nicht arbeiten muss kann ich den Tag mit euch verbringen. Oder möchtest du in den Kindergarten Sam?"
Mein Sohn legt seinen Kopf schief und sieht mich prüfend an. "Und du musst heute wirklich nicht arbeiten?" Ich lache leise und verneine. Mein Junge legt mir beide Hände auf die Wangen. Dann gibt er mir einen zärtlichen Kuss auf die Nasenspitze.
"Mami, sei mir bitte nicht böse, aber ich möchte gerne in den Kindergarten gehen. Heute kommt Tara auch wieder, und ich habe ihr versprochen da zu sein wenn sie wiederkommt."

Ich muss lachen. Das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Und schon gar nicht dass mein Sohn verliebt ist. Also mache ich es ihm nach und lege meine Hände auf seine Wangen. Dann küsse ich ihn auf die Stirn. "Sam, du kannst gerne in den Kindergarten gehen. Und ich bin dir nicht böse. Ich will dir ja nicht im Weg stehen bei deiner Liebelei."
Irritiert blickt er mich an. "Lieb... was?", versucht er mir das Wort nachzusprechen, bricht jedoch gleich ab als es ihm nicht gelingt. "Liebelei. Das ist wenn zwei Menschen ineinander verliebt sind.", kläre ich ihn auf.
"Ach so! Und wieso fragt Thorben Anne dann immer ob sie mit ihm gehen will? Ich meine.. gehen kann man ja überall hin. Oder nicht? Auf den Flur, auf die Terasse, ins Zimmer. Wo ist da das Problem? Braucht man jetzt schon einen Ausweis wenn man vom Klo in die Küche geht?"
Wieder muss ich lachen. Ich grinse Sam an und antworte "Tja Schatz, wenn du mit ungewaschenen Händen vom Klo in die Küche willst, dann wirst du einen Ausweis gut brauchen können."
Nun lacht auch Sam und springt von der Couch herunter.

"Danke fürs erklären Mama! Ich geh mich anziehen!" Und schon ist er weg. Ich stehe auf und sehe nach Maja. Diese spielt gerade mit ihrer Lieblingspuppe. Also habe ich Zeit um Sam endlich mal wieder ein selbstgemachtes Jausenbrot mit in den Kindergarten zu geben. Und daran mache ich mich auch gleich. Als kleine Überraschung lege ich ihm auch noch sein Lieblingskuscheltier mit einer kleinen Tafel Schokolade in den Rucksack. Schließlich gehe ich wieder zu Maja. "Maus anziehen!", fordere ich die Kleine auf, hebe sie hoch und mache auch sie ausgehfertig.

Es vergehen ca. 20 Minuten und wir sitzen im Bus Richtung Kindergarten. Maja und ich begleiten Sam noch in seine Gruppe und er stellt uns ganz stolz vor. Es freut ihn dass seine Mama heute Zeit hat um ihn in den Kindergarten begleiten zu können. Prompt wickelt mich auch die Kindergärtnerin in ein Gespräch ein. Maja geht derweil spielen mit den anderen Kindern.
Die Kindergärtnerin schwärmt mir vor was für einen vorbildhaften Sohn ich doch habe und dass Sam total lieb mit allen Kindern umgeht und auch sehr gern in der Kleinkindergruppe mithilft.
Ich kann mir ein stolzes Lächeln nicht verkneifen und verabschiede mich nach einer Weile. Maja möchte auch im Kindergarten bleiben, und so lasse ich sie in der Obhut der Betreuerinnen.

Fortsetzung folgt...


Zuletzt von Survivor am Fr Okt 03, 2008 8:25 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Okt 03, 2008 6:37 pm

Ich muss sagen: Du machst mich echt neugierig. Very Happy

Ich kann Maggie nur zustimmen, dein Schreibstil ist sehr sehr schön, genau beschreiben warum kann ich allerdings auch nicht. Ich fühl mich irgendwie gefangen, von deinem Stil, wenn ich die Geschichte lesen. Ich kann mich richtig gut in Mary hineinversetzen und sehe es praktisch vor mir. Smile

Ich bin neugierig, wie es weitergeht. Was es mit Marys Schmerzen auf sich hat. Mir gefällt es, wie du die Schmerzen zuerst bei jeder Beweg vorkommen lassen hast, dann nachher aber, wo Maja sich wehgetan hat, hast du sie wieder vergessen lassen und anschließend am nächsten Morgen spürt man wieder, dass es Mary nicht gut geht.

Freu mich auf die Fortsetzung Very Happy
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Okt 05, 2008 2:07 am

Ich melde mich mit einem neuen Kapitel zurück flower

Danke auch dir TessandNick für dein liebes FB. Freut mich das meine erste Geschichte gleich Anklang findet Smile




Kapitel 4:
Allein trete ich aus dem Gebäude heraus. (Hm.. und was jetzt?)
Nachdenklich wandere ich die Straße entlang. Es ist schon so lange her, dass ich Zeit für mich allein hatte. Weder arbeiten, noch die Kinder beschäftigen. Dieses Gefühl ist ungewohnt. Doch irgendwo genieße ich es auch. Niemand der an der Hose zerrt und etwas haben möchte, oder dem man hinterher laufen muss.
Und so tragen mich meine Füße weiter durch die Stadt. Lustlos streift mein Blick über die Schaufenster der Geschäfte. (Shoppen?), denke ich, schüttle jedoch innerlich den Kopf. (Nein, keine Lust.)
Es passiert dass eine Stimme in meinem Kopf und ich zu diskutieren beginnen. Doch wir werden unterbrochen von einer unbekannten Stimme.
"Na, Langeweile?", werde ich von der Seite angesprochen.
Ich drehe den Kopf und erblicke einen jungen Mann. "Wie kommen Sie darauf?", antworte ich mit einer Gegenfrage und erwidere sein nettes Lächeln. "Naja... ich beobachte Sie seit ein paar Minuten wie Sie auf den Park starren und mit einem Stein Fußball spielen."
Wirklich? Bin ich so sehr in Gedanken versunken, dass ich das nicht gemerkt habe? Ich senke meinen Blick zu Boden. Und wahrhaftig liegt zwischen meinen Füßen ein kleiner Stein. Und mein Körper steht Parallel zum Park. Eine leichte Röte jagt mir ins Gesicht und färbt meine Wangen. Der junge Mann neben mir scheint dies zu bemerken und räuspert sich um die peinliche Stille zu durchbrechen. Da ich immer noch nichts sage, entschließt er sich die Situation zu retten.
"Haben Sie Lust mich auf einen Spaziergang in den Park zu begleiten?"
Nun sehe ich auf. Ich soll ihn in den Park begleiten?
Mir fallen die Worte meiner Mutter ein, die sie mir als kleines Kind immer eingetrichtert hat. "Gehe nie mit fremden Männern! Solang du sie nicht kennst, brauchst du nicht auch nur ein Wort mit ihnen wechseln! Dreh dich einfach um und entfern dich so schnell es geht."
In meinem Kopf erscheint das Bild wie sie neben mir steht und mir immer und immer wieder diese Worte einbläut. Tja, so wie es aussieht hat es doch wirklich etwas geholfen. Zumindest habe ich mir die Worte gemerkt. Doch soll ich sie auch befolgen? Denn... eigentlich sieht der Mann vertrauenswürdig aus. Ich weiß nicht woher dieses Gefühl kommt, doch es scheint mir als kann ich ihn begleiten ohne mir groß Sorgen machen zu müssen.
Und so macht mein Körper einen Schritt auf ihn zu, noch bevor mein Kopf etwas zu dem Thema sagen kann. Damit hat sich die Frage wohl erledigt.

Gemeinsam gehen wir zum Park. Der junge Mann stellt sich als Damian vor. Er erzählt mir einiges über sein Privatleben. Unter anderem dass er seit Jahren glücklich mit seiner Freundin zusammenlebt und nun vor hat ihr einen Heiratsantrag zu machen. Warum er gerade mir das erzählt, weiß ich nicht, aber aus irgendeinem Grund vertraue ich auch ihm einige Details aus meinem Leben an. Bald weiß er von meinen Kindern, meiner Arbeit und meiner früheren Leidenschaft für Bücher.
Ich weiß auch nicht, irgendwie kommt Damian mir so bekannt vor. Er erinnert mich an einen alten Freund von mir. Und doch, ist er so anders. Auf jeden Fall scheinen wir beide das Gefühl zu haben uns schon Ewigkeiten zu kennen.
Nach etwa einer Stunde verabschiedet Damian sich von mir. Jedoch nicht ohne dass wir die Nummern ausgetauscht haben und er mir das Versprechen abgenommen hat mich wieder mit ihm zu treffen. Ich sehe ihm nach wie er zum Ausgang geht und um die nächste Ecke verschwindet.

Und wieder bin ich allein. Und was jetzt? Ich beschließe noch ein bisschen durch den Park zu gehen. Ein Stück weiter vorne, zwischen ein paar Bäumen, erspähe ich einen Teich. Im Näherkommen entdecke ich ein paar Enten die darauf schwimmen. Besonders eine zieht meinen Blick auf sich. Sie hat ein schillerndes Gefieder, lauter bunte Farben. Die Farbenkombination fasziniert mich. Ich denke ich habe so etwas noch nie gesehen. Oder.. schon lange nicht mehr registriert. Denn es gab immer genug Dinge die wichtiger waren. Der nächste Termin, Maja, welche man daran hindern musste in den Teich zu fallen, Sam der Fußball spielen wollte oder anderes.
Doch jetzt habe ich Zeit. Zeit für mich, meine Gedanken, meine Umwelt.
Tief einatmend, und mich entspannend sinke ich mit der Schulter angelehnt gegen einen Baum und überblicke den Teich. Die Sonne spiegelt sich im Wasser und lässt die Oberfläche glitzern. Dass sieht schön aus. Ein paar Fische schwimmen knapp unter der Wasseroberfläche. Da, ein Goldfisch! Und da wieder ein Fisch! Aber dieser sieht anders aus. Er hat eine sehr lange, und schön geschwungene Schwanzflosse. Wie er wohl heißt?
Mein Blick wandert weiter. Schließlich erreicht er das Teichende, gleitet über das an vereinzelten Stellen welke Schilf zu einer Frau auf einer Bank. In ein Buch versunken sitzt sie auf der Bank und wirkt als wäre sie dem Hier und Jetzt vollkommen entrückt.
Ich beobachte einen Mann wie er von hinten an die Bank heranschleicht und leicht seine Hände über die Augen der Frau legt. Diese lässt erschrocken das Buch sinken, bettet es in ihren Schoß und legt ihre, nun leeren Hände, über die fremden Hände. Leicht zieht sie daran, hebt sie von ihren Augen. Dann steht sie auf und dreht sich um. Gleich nachdem sie einen spitzen Schrei ausgestoßen hat läuft sie um die Bank herum und springt in die offenen Arme des Mannes.
Nun wende ich meinen Blick ab und gönne den Beiden etwas Privatsphäre. Ich drehe mich um und setzte mich wieder in Bewegung. Gehe ein Stück und bleibe erneut stehen. Wieder eine Frau. Sie steht am Rande eines Spielplatzes und beobachtet mit Argusaugen ein kleines Mädchen. Muss wohl ihre Tochter sein. Und wieder ein Mann, der hinter die Frau tritt und sie von hinten umarmt. Vertrauensvoll lehnt diese sich an ihn und lässt ihren Kopf an seine Brust sinken.

Wieder sinkt mein Blick. Schmerz erfüllt mein Herz. Es scheint als würde er auch meinen ganzen Körper lähmen, denn ich kann mich nicht von der Stelle bewegen. Langsam hebe ich den Kopf wieder und meine Augen suchen nach etwas an dem sie sich halten können. Doch sie finden nur das Paar. Ich kann sehen wie die Frau sich herumdreht, ihren Kopf hebt und den Mann ansieht. Sein Blick sucht den ihren, findet ihn und versinkt. Ein verliebtes Lächeln ziert ihr Gesicht.
Plötzlich dreht sie den Kopf und blickt in meine Richtung. Ihre Augen strahlen bis zu mir und ich kann ihre glückliche Aura spüren.

(Womit habe ich das verdient?)

Fortsetzung folgt...


Zuletzt von Survivor am So Okt 05, 2008 3:33 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Okt 05, 2008 3:08 am

Hey, wow ich bin echt beeindruckt. Mir gefällt es und mach weiter. Man kann sich echt in deine Geschichte reinversetzen.
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Okt 05, 2008 9:24 am

Du bringst Marys Gefühle und Empfindungen wieder sehr gut rüber.

Ich bin ziemlich gespannt was es mit Damian auf sich hat. bounce Very Happy

Deine Geschichte zieht mich einfach in den Bann! Mach weiter so! Exclamation
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 07, 2008 12:33 am

Wieder bedanke ich mich für das liebe Feedback Smile




Kapitel 5:
Ich stehe noch immer an derselben Stelle wie vor 5 Minuten. Und ich tue auch noch immer dasselbe wie vor 5 Minuten. Ich starre die Frau an, welche mir in die Augen blickt. Zumindest kommt mir die Zeit vor wie 5 Minuten. In Wahrheit sind es vielleicht 3 Sekunden, maximal 5.

Endlich kann ich mich von diesem Bild losreißen. Ich senke den Blick zu Boden und stopfe meiner Hände in die Hosentaschen meiner Jeans. Langsam setzt sich mein Körper in Bewegung. Fuß vor Fuß setztend, gehe ich von der Stelle weg.

Wenn mich jetzt jemand fragen würde, wie es mir geht, ich weiß nicht was ich antworten würde. Denn gut geht es mir gerade nicht. Aber.. auch nicht schlecht.
Ich fühle mich gerade nur verdammt allein. Und heute ist auch Maja nicht da, die ich umarmen könnte. So wie sonst, wenn dieses Gefühl in mir hoch steigt.
Und wie bekämpfe ich es heute? Ein großer Kloß steckt in meinem Hals. Er erschwert mir das Atmen. Seit Maja's Geburt hatte ich eigentlich nicht mehr Zeit darüber nachzudenken.
Darüber nachzudenken, dass ich im Grunde genommen allein bin. Ja, ich hab meine zwei kleinen Schätze, und sie sind mir das wichtigste auf der Welt, aber sie können mir nicht das Gefühl geben welches er mir gegeben hat.
Und schon driften meine Gedanken ab....


Ich weiß nicht mehr wie lange ich so dahingegangen bin. Als ich wieder aufsehe und beginne alles um mich herum wahrzunehmen, stehe ich vor der Kirche. Ich war schon sehr lange nicht mehr in der Kirche. Also warum stehe ich gerade jetzt davor? Soll ich reingehen? Aber was mache ich dann da?
Schließlich beschließe ich doch kurz hineinzusehen. Langsam steige ich die Stufen zur schweren Messingtüre empor. Früher habe ich mich vor dieser Tür immer gefürchtet. Sie war so riesig und ich hatte immer alle Hände voll zu tun sie auf zu kriegen. Doch als ich jetzt davor stehe, sehe ich einen weißen Schalter an der Kirchenwand angebracht. "Drücken", steht darauf. Ich versuche mein Glück und drücke den Schalter. Ein Knarren ist zu vernehmen, ein Rucken der Tür in den Angeln, und schon bewegt sie sich auf.
Andächtig betrete ich das Gotteshaus. Es sieht alles noch so aus wie früher. Ich schreite den Gang entlang und lasse mich in der Mitte der Bänke auf der linken Flügelseite nieder. Meine Füße stelle ich auf das Trittbrett. Mein Blick gleitet über den Altar, die Säulen, die vorderen Bänke, die Heiligenstatuen. Vor dem Altar ist ein kleiner Platz. Ich erinnere mich, dass dort früher immer der Chor stand. Und dass ich als Kind immer in den vorderen Reihen gesessen habe, um ja nichts zu verpassen. Und Jahre später stand ich dann selbst auf diesem Platz. Sogar als ich schwanger war, sang ich noch im Chor mit. Bis 3 Monate vor der Geburt. Seitdem habe ich auch nicht mehr gesungen. Zumindest nicht mehr in der Kirche. Ich habe Sam oft vorgesungen wenn er nicht schlafen konnte, oder auch bei Maja habe ich dies bewährte Methodik angewandt.

Das Verlangen in mir, mich nach vorne an diesen Platz zu stellen und zu singen wird immer stärker. (Soll ich?), frage ich mich und blickte mich um. (Hm... keiner da..)
Langsam stehe ich auf und gehe zu dem Platz. Wieder sehe ich mich um. Doch noch immer ist niemand zu sehen. Und so denke ich kurz nach was ich singen könnte. Da fällt mir ein wirklich gern gesungenes Lied von mir wieder ein.
Ich schließe die Augen und stelle mir den Chor um mich herum vor. Und erhebe meine Stimme um sie mit den ihren zu vereinen.

"Found myself today
Oh I found myself and ran away
Something pulled me back
The voice of reason I forgot I had
All I know is you're not here to say
What you always used to say
But it's written in the sky tonight

So I won't give up
No I won't break down
Sooner than it seems life turns around
And I will be strong
Even if it all goes wrong
When I'm standing in the dark I'll still believe
Someone's watching over me"


Anfangs gerate ich noch etwas ins Stocken, doch langsam gewöhnt sich meine Stimme daran, wieder benutzt zu werden und wird weicher.

"Seen that ray of light
And it's shining on my destiny
Shining all the time
And I wont be afraid
To follow everywhere it's taking me
All I know is yesterday is gone
And right now I belong
To this moment to my dreams"


Umso weiter ich singe, umso lauter wird meine Stimme und umso mehr gewinnt sie an Sicherheit. Ich gebe mich der Melodie in meinem Kopf hin und beginne mich etwas zu bewegen. Erst leichtes hin und her wippen mit den Füßen, dann leichtes Klatschen auf den Oberschenkel mit der rechten Hand und schließlich wackle ich mit dem Kopf dazu.

"So I won't give up
No I won't break down
Sooner than it seems life turns around
And I will be strong
Even if it all goes wrong
When I'm standing in the dark I'll still believe
Someone's watching over me

It doesn't matter what people say
And it doesn't matter how long it takes
Believe in yourself and you'll fly high
And it only matters how true you are
Be true to yourself and follow your heart"


Plötzlich höre ich ein Geräusch dass ich nicht zuordnen kann, höre auf zu singen und drehe mich erschrocken um...

Fortsetzung folgt...
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TessandNick
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 07, 2008 8:54 am

eine gemeine Stelle, um das Kapitel zu beenden Smile bounce
Mir gefällt der Songtext sehr gut. Hast du den selber geschrieben oder ist das ein bekanntes Lied?
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 07, 2008 8:41 pm

@ TessandNick: Der Songtext ist leider nicht von mir. Er ist von Hilary Duff - Someone is waching over me. Und ich mag den Song sehr, sehr gern und fand ihn passend Smile Und er hat auch eine gewisse Bedeutung für mich, darum singt Mary ihn auch. Smile
Ps. Ich weiß dass es fies ist, aber es war reine Absicht :p

Soo... bin heute den ganzen Tag denkend durch die Firma gelaufen und deshalb darf ich voller Stolz *haha* das nächste Kapitel präsentieren Very Happy




Kapitel 6:
Mein Blick wandert über den Schatten der in der Tür steht. Meine Augen weiten sich als mein Kopf erkennt, was mein Herz schon aus irgendeinem Grund noch vor dem Erscheinen des Mannes gewusst zu haben scheint.
"Was machst du hier?", frage ich ihn erschrocken, als ich meine Stimme wiederhabe.
"Dir zuhören.", gibt er ehrlich zu.
(Was mache ich jetzt?) Umdrehen und einfach gehen wäre äußerst unfair. Aber ich merke dass ich mich gerade sowieso nicht bewegen könnte. Wie erstarrt stehe ich da.
Da ich seit seiner Antwort kein Wort mehr von mir gegeben habe und ihn stattdessen immer noch anstarre, versucht er die unangenehme Stille, welche sich zwischen uns ausbreiten will, zu durchbrechen. "Wie ich höre singst du immer noch im Chor..."
Ist das jetzt ein Rettungsversuch das Gespräch aufrecht zu erhalten, oder ein Versuch mich an die gemeinsame Vergangenheit zu erinnern? Egal was es ist, ich habe nicht die Absicht darauf einzusteigen.
Nervös spiele ich mit meinen Fingern. "Ähm..", kommt es mir über die Lippen. Mein Körper spannt sich an.

(Was will er hier? Hat er vor einfach so wieder in mein Leben reinzuschneien wie er sich daraus verabschiedet hat? Denkt er die Zeit hätte das was passiert ist verändert?)

Nun spanne ich mich noch mehr an. Doch aus meiner nervösen Haltung, wird eine zunehmend aggressive. Im Moment sehe ich mich selbst als Löwin, die bereit ist um jeden Preis ihre Jungen zu schützen. Doch, was will ich eigentlich schützen? Mich selbst?
Die Starre meines Körpers löst sich und ich gewinne meine Fassung, sowie meine Selbstsicherheit zurück.
"Ja.", antworte ich auf seine letzte Frage und nehme eine abwehrende Haltung ein.
Mein Blick verfinstert sich. "Und wie ich sehe bist du wieder hier? Wieso?", fragte ich nur und verschwänke meine Arme vor der Brust.
(Er kann doch nicht einfach hier auftauchen! Nicht so! Ich... Ich muss hier weg!)
Unter meiner bösen Miene steckt eine ziemlich verwirrte, verletzte und panische Seele. Doch sie ist gut verschlossen unter der Oberfläche. Und ich habe nicht vor sie irgendwie zum Vorschein kommen zu lassen.
Nun scheint er etwas überrascht zu sein über meinen Stimmungswechsel, doch er hat sich soweit ganz gut im Griff.
"Ich bin nur zu Besuch.", sagt er kurz.
Etwas schwingt in seiner Stimme mit. Es klingt wie Hoffnung. (Hofft er etwa ich würde mich freuen ihn zu sehen?)
"Gut.", antworte ich nur und drehe mich um. Dann verlasse ich die Kirche.
So schnell ich kann begebe ich mich nach Hause. In meine Wohnung. In meine eigenen 4 Wände. Dort verschließe ich die Tür und lege mich in mein Bett. Die Decke über den Kopf gezogen. Viel zu viele Gedanken und Gefühle brechen über mich herein, als dass ich sie abschütteln könnte. Und so höre ich auf zu Kämpfen. Schließlich bin ich in meinen eigenen 4 Wänden und niemand ist hier. Also kann ich ein bisschen Schwäche zeigen. Tränen laufen über meine Wangen. Japsend hole ich Luft. Die Wucht der Gefühle drückt mir die Kehle zu. Luft holen ist besonders schwer. Ich rolle mich zu einer Kugel zusammen und weine hemmungslos. Im Moment fühle ich mich wie ein kleines Kind, dem schrecklich weh getan wurde. Doch eigentlich bin ich erwachsen. Aber was nützt das in so einer Situation?
Schließlich schlafe ich, von der erdrückenden Last an Gefühlen und Gedanken ermüdet, ein.

Ich träume einen ziemlichen Mist zusammen. Er spukt ständig in meinem Traum herum. Und immer wieder will er mich zu sich holen.
"Lass mich in Ruhe! Verschwinde aus meinem Leben! Du hast schon genug angerichtet!", schreie ich. Und von meinem eigenen Schreien werde ich wieder wach. Verwirrt sehe ich mich um. Ich will mich aufsetzen, doch von hinten umarmen mich starke Arme. Rund um mich ist es stockfinster. "Wo bin ich?", frage ich verwirrt. Meine Stirn ist klatschnass und ich zittere.
"Du bist in deinem Bett.", antwortet eine Stimme. Und sie kommt mir bekannt vor.
"Keith?", frage ich nach. "Ja Mary. Ich bin es." Endlich löst sich der Klammergriff und ich drehe mich um. "Wieso ist es schon dunkel? Wie spät ist es?"
"Mary, es ist 11 Uhr Nachts. Alles okay bei dir?" Ich höre Besorgnis in der Stimme. (11 Uhr? Wann bin ich denn ins Bett gegangen? Und vor allem... wie?) Schnell rutsche ich zum Nachtkästchen und schalte das Licht ein. Dann drehe ich mich zu Keith um. Anscheinend hat er hinter mir im Bett gelegen.

"Was machst du hier?", frage ich ihn verwirrt und reibe mir über die Augen. Keith sieht mich an. Etwas fragendes liegt in seinem Blick. Doch ich kann es nicht deuten. Schließlich beginnt er zu erzählen. "Naja, ich war in der Arbeit und da hat mich Sam angerufen. Er sagte dass er und Maja nun schon seit einer halben Stunde vor dem Kindergarten sitzen, doch du immer noch nicht aufgetaucht bist. Und er fragte ob du in der Arbeit wärst."
Meine Augen werden immer größer. "Oh mein Gott!", sage ich leise und schlage die Hände vors Gesicht.
"Ich habe meine Kinder vergessen!", fahre ich fort und Tränen treten in meine Augen. Entsetzen spiegelt sich in meinen Augen, doch Keith redet weiter. Er legt seine Hand beruhigend auf meinen Fuß, da dieser ihm am nächsten ist. "Hör mir doch zu! Also, ich habe dich auf dem Handy versucht zu erreichen, und auch auf dem Festnetz, doch du hast nirgends abgehoben. Schließlich bin ich dann zu den Beiden gefahren und hab sie abgeholt. Wir sind noch ein Eis essen gefahren und waren ein bisschem im Park spazieren. Ich hab dir mehr als 3 Sms geschrieben damit du weißt wo die Beiden sind. Doch dem Piepsen deines Handys zufolge hast du sie nicht gelesen.", fügt er so ganz nebenbei ein.
"Und wo sind sie jetzt?", frage ich ihn und er lächelt leicht. "Sie sind im Bett. Aber sie machen sich Sorgen um dich. Genauso wie ich."
Ein leichtes, aber vor allem Dankbares Lächeln legt sich auf meine Lippen. "Danke! Wie kann ich das wieder gut machen?", frage ich doch er schüttelt den Kopf. "Erzähl du mir erst was passiert ist!", verlangt er und sieht mir direkt in die Augen...

Fortsetzung folgt...

ps. Und schon wieder so ein fieser Schluss *g*
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 07, 2008 9:23 pm

und wie! Laughing

Hui, der Ex taucht wieder auf, wenn das keinen Ärger bringt Very Happy
Wieder sehr schön geschrieben, aber da erzähl ich dir ja nix neues Wink
So langsam wird nach und nach ein "Geheimnis" nach dem anderen gelüftet - juhuu Laughing Wink

Leider fällt mir erst jetzt auf, wie gut der Titel der Geschichte überhaupt passt! Das was der Titel "verspricht" setzt du einfach klasse um.

Ich kann nur eins sagen: Ich will mehr!! Laughing

lg Nina
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 07, 2008 9:29 pm

Endlich hab ich einen Namen! Very Happy Nina klingt doch persönlicher als TessandNick. Ich hoff ich darf bei Nina bleiben? Smile

Naja... Ex... ich lass das mal so dahingestellt Wink Joa.. Geheimnisse hab ich noch ein paar parat, soviel sei schon mal verraten. Freut mich dass du mehr willst! Wer weiß, wenn ich morgen wieder viel Zeit zum nachdenken hab kommt vielleicht morgen schon ein neues Wink

Lg Kerstin
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 07, 2008 9:39 pm

Klar darfst du bei Nina bleiben Very Happy

Oh je...da hab ich schon wieder was falsch interpretiert Embarassed

Dann hoff ich mal, dass du morgen sehr viel Zeit zum nachdenken hast Wink Very Happy

lg Nina I love you
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mi Okt 08, 2008 10:24 pm

Na, nicht direkt falsch interpretiert Nina Wink Die Dinge klären sich einfach von selbst auf. Wirst du dann schon noch sehen...

Tja... ich hatte zwar nicht viel Zeit zum schreiben, doch dafür zum Nachdenken. Und hier ist der nächste Teil Smile




Kapitel 7:
Eindringlich sieht Keith mich an. "Also?" Er hebt beide Augenbrauen auffordernd hoch. "Keith, bitte...", versuche ich schwach ihn von diesem Thema abzubringen. "Nein.", erwidet er scharf. "Ich möchte wissen was dich so sehr durcheinanderbringen kann, dass DU deine Kinder vergisst."
"Er.", bricht es aus mir hervor. Keith ist kurz überrascht, dass kann ich ihm ansehen. "Wer, Mary?"
Also dafür dass er vorhin sauer ausgesehen hat, ist seine Stimme gerade erstaunlich sanft. "Chris." sage ich leise und wende meinen Blick ab. Ich ziehe meine Beine an den Körper und lege die Arme um sie.
Etwas in mir hofft Keith würde zu mir herüberrutschen und mich in den Arm nehmen. Meinen Kopf jetzt an seine Halt versprechende Brust legen klingt verlockend. Doch nichts dergleichen passiert. Also ziehe ich meine Arme fester um mich. Ich warte darauf dass er mich nochmal auffordert es ihm zu sagen. Doch auch das geschieht nicht. Ich stoße ein Seufzen aus, welches man auch unter so etwas ähnlichem wie einem Klagelaut einordnen kann und beginne nun doch zu erzählen.

Meine Stimme ist leise. Fast ein Flüstern. Doch Keith bittet mich nicht lauter zu sprechen, also muss er wohl alles verstehen was ich sage. "Es ist eine ganze Weile her seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Genau genommen ist es ganze Fünfeinhalb Jahre her. An einem ziemlich windigen Mittwoch verließ er die Stadt. Bis zu diesem Tag waren wir ein unzertrennliches Paar. Naja, beste Freunde eben. Aber das waren wir seit unserer Geburt. Ich konnte mir mein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Er war mein Fels in der Brandung. Manchmal frage ich mich warum ich damals die Gefühle für ihn nicht deuten konnte. Ich wusste von seinen Träumen. Eine andere Stadt, ein neuer Job und endlich Ruhe vor den ganzen Familienangehörigen und deren Problemen. Und ich sollte mitkommen. Er hatte bereits alles bis ins kleinste Detail geplant. Doch für mich ging kurz vor der Abreise, genau genommen, zwei Tage vorher, mein eigener Traum in Erfüllung. Ich bekam einen super Job angeboten! Und so entschied ich mich hier zu bleiben. Einige Zeit zu arbeiten und dann nachzukommen. Oder er käme wieder. Je nachdem.
Bevor er abreiste feierten wir noch eine ganze Nacht lang. Und es kam wie es kommen musste. Es passierte genau das was eben passiert wenn eine Frau und ein Mann etwas zusammen essen, etwas zu viel trinken und die Nacht gemeinsam in einem Motel verbringen, weil keiner von Beiden mehr fähig ist Auto zu fahren. Wir haben miteinander geschlafen. Aber nicht nur einmal. In dieser Nacht schliefen wir, wenn überhaupt, gute 2 Stunden Und dann flog er ab...", ich ende und schließe den Mund
Keith sieht mich immer noch an. So als würde er wissen dass ich einen Teil noch nicht erzählt habe.
"Ich bin nicht zum Flughafen. Besser gesagt, er hat mich nicht zum Flughafen fahren lassen. Denn er hat mich nicht geweckt. Und so habe ich seinen Abflug verschlafen. Als ich aufgewacht in lag neben mir auf dem Bett eine Schmuckdose. Auf dem Zettel, welcher darauflag, stand nur 'Vergiss mich nicht...'. Doch wie sollte ich? Erst da merkte ich so richtig was er mir bedeutet..."
Nun beende ich mein Geständnis wirklich. Ich hebe meinen Kopf und sehe ihn an.

(Was er wohl jetzt von mir denkt? Und.. was wird er sagen?) Die Gedanken jagen wie auf einer Verfolgungsjagd durch meinen Kopf. Doch was mich am meisten verunsichert ist, dass ich keine Ahnung habe wie er reagieren wird. Es vergehen sicher 10 Minuten und er hat noch immer kein Wort gesagt. Ich halte es nicht mehr länger aus und berühre mit meiner Hand leicht sein Knie. "Keith?", frage ich sanft. Er hebt seinen Blick, welchen er vorher gesenkt hat als ich ihn angesehen habe, und sieht mich an. Doch es scheint mir er würde durch mich hindurchsehen. "Und wieso bist du ihm nicht nach?", fragt er nun leise. "Weil.... ich konnte nicht.", flüstere ich und Tränen sammeln sich wieder in meinen Augen.
"Aber wieso? Ich verstehe es nicht! Du wusstest dass du ihn liebst und bist ihm nicht nachgereist? War dir der Job wichtiger als er?"
"Nein.", sage ich ehrlich und eine Träne läuft über meine Wange. Doch die Träne gilt nicht Chris, sondern der Tatsache dass Keith es für möglich hält, dass mir ein Job wichtiger als ein Mensch sein kann.
"Ich wusste von seinen Plänen, von seinen Träumen. Und wollte sie nicht zerstören. Und da er sich auch nicht gemeldet hat, dachte ich es sei besser mit dem Schmerz zu leben, als ihm mein Herz vor die Füße zu legen und zuzusehen wie er darauf herumspringt." Ich streiche mir ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht, welche sich dorthin verirrt haben.
"Gibs zu, du hast ihm dein Herz mit auf die Reise gegeben, richtig?", fragt er nur und sieht mich mit klarem Blick an. Sein Blick ist so undurchdringlich, so klar, ich kann ihm kaum standhalten. "Ich.. ich weiß es nicht..", gestehe ich und fummle nervös an meinem Hals herum.
Keith's nächste Frage erschreckt mich. "Was war in dem Schmuckkästchen?"
(Wieso will er das jetzt wissen?), frage ich mich. Doch ich antworte ihm. "Ein Ring." Keith nickt. "Dass ist der Anhänger deiner Kette richtig?"
Nun sehe ich ihn ängstlich an. (Was will er wissen? Warum interessiert ihn das überhaupt?) Nun nicke ich. Leise fährt er fort "Und lass mich raten.. darauf ist eingraviert 'Vergiss mich nicht...'."
Ich schlucke. Und nicke erneut. Da erst sehe ich den Schmerz in seinen Augen.

"Keith.. ich...", versuche ich die Situation irgendwie zu retten. Doch er schüttelt den Kopf und nimmt meine Hand. "Wir sollten jetzt schlafen...", sagt er nur und zieht mich an sich. Er drückt sanft meinen Kopf ins Kissen und legt sich hinter mich. "Wir müssen zwar beide morgen nicht arbeiten, aber trotzdem. Also, schlaf gut!"

(Na toll! Wie soll ich jetzt schlafen?!), frage ich mich und schon höre ich seine ruhigen Atemzüge. Langsam, und nach Stunden wie mir scheint, gleite ich in einen unruhigen Schlaf. Was ich jedoch nicht bemerke ist, dass Keith noch länger als ich wach liegt...

Fortsetzung folgt...
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BeitragThema: Re: Daydreams   Do Okt 09, 2008 9:36 am

Jetzt hat sich ja schon einiges aufgeklärt Wink

Da erst sehe ich den Schmerz in seinen Augen. An der Stelle musste ich mal kurz schlucken. Wiedermal sehr gefühlvoll geschrieben.

Ich weiß, das Feedback ist dir bestimmt keine große Hilfe. Tut mir leid, aber zu was besserem bring ich es heute einfach nicht. Embarassed Außer, dass ich nur wiederholen kann, was ich vorher schon immer gesagt hab. Smile

Mach weiter so!
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BeitragThema: Re: Daydreams   Do Okt 09, 2008 9:18 pm

Dankeschön! Smile

Also.. ich muss sagen.. dieses Kapitel hat mich ganz schön angestrengt heute... erst wollte mir partout nichts einfallen, und dann wär ich mit dem schreiben gar nicht mehr nachgekommen, hätt ich nicht unter der Arbeitszeit (psssst!) mein Notizbüchlein gezückt und meine Ideen notiert... Very Happy




Kapitel 8:
Langsam werde ich wach und öffne die Augen. Ich fühle etwas, dass eindeutig nicht zu mir gehört, mich umschlingen. Ich sehe an mir herunter und entdecke eine Hand. Sie liegt über meine Taille bis zu meinem Bauch. Sanft hebe ich die Hand an und rutsche darunter weg. Aber ganz langsam, damit die Person nicht wach wird. Als ich am Bettrand angekommen bin, setze ich mich auf und drehe mich um. (Keith?), denke ich mir, doch bevor ich zu viel darüber nachdenken kann was gestern wohl passiert ist, fällt es mir auch schon wieder ein. Da er meinen Körper nun nicht mehr hat zum Wärmen, stehe ich auf und gehe um das Bett herum. Aus dem Schrank hole ich eine Decke und breite sie über ihm aus. Dann streiche ich ihm zärtlich übe rden Kopf und überlege ob ich ihn auf die Wange küssen soll. Doch ich lasse es sein und drücke nur einen Kuss auf meinen Zeigefinger. Diesen krümme ich und streiche leicht über seine Wange.
Anschließend schleiche ich mich aus dem Zimmer, hinüber in das meiner Kinder. Ich schiebe Sam etwas zur Wand hin und kuschle mich zu ihm ins Bett. Wie warm es hier ist! Hat Sam einen Ofen im Bett oder gibt er selbst so viel Körperwärme ab?
Doch weiter gehen meine Gedanken nicht, da ich an meinen Sohn gekuschelt wieder einschlafe.


Ziemlich spät an diesem Vormittag werde ich wieder wach. Ich spüre einen warmen kleinen Körper hinter mir, und einen vor mir. (Wird wohl Maja sein...), denke ich und genieße die Zeit im Bett. Da beginnt sich etwas hinter mir zu regen. Und kurz darauf auch vor mir. "Guten Morgen", sage ich leise und lächle. "Morgen Mama.", höre ich es von vorne. Und von hinten kommen nur ein paar Hände die sich in mein Shirt krallen. Ach ja, ich vergesse immer wieder dass Maja morgends nicht reden mag. Bin gespannt wie das wird wenn sie älter ist. Morgenmuffelstimmung und dass schon mit 3?
Ich greife hinter mich und ziehe an der kleinen Hand die ich zu packen kriege. Meine Tochter wehrt sich nicht und lässt sich von mir auf mich und über Sam ziehen. Dort rollt sie lachend hinunter. Sie kuschelt sich an ihren großen Bruder, und dieser an sie. Und ich mich auch noch dran. Wir dösen wieder weg. Gegen 11 kommt Keith ins Zimmer und setzt sich verschlafen auf die Bettkante. "Na ihr?", fragt er und holt uns somit wieder ins Leben zurück. Zumindest mich weckt er damit. "Hey.", antworte ich und sehe hoch. "Heute kein Kindergarten?", fragt er und sieht auf Maja und Sam. "Nein, ich denke nicht. Und du? Was hast du heute vor?" Er kratzt sich am Kopf und überlegt dabei. "Hm... ich dachte vielleicht unternehmen wir was gemeinsam?" Eine Haarsträhne fällt mir ins Gesicht und ich kann Keith nicht mehr ansehen. Also streiche ich sie weg. "Wenn du magst gerne. Ich denke ich gehe mit den Kleinen nachher auf den Spielplatz." Er nickt. "Ich hab gerade in deinem Kühlschrank gestöbert. Wirklich viel befindet sich darin nicht mehr. Wie wärs - ich gehe einkaufen und du mit den Kindern auf den Spielplatz. Ich komm dann einfach nach, ja?" Nun nicke ich.
Durch Keith's Auftauchen ist irgendwie die gemütliche Atmosphäre zwischen meinen Kindern und mir weg und so stehen wir alle auf. Wir ziehen uns an und frühstücken gemeinsam. Dann mache ich mich mit Maja und Sam auf den Weg zum Spielplatz und Keith geht einkaufen.

Nach einer Weile des Spielens kommt Sam zu mir. "Mami, wieso hast du uns gestern nicht abgeholt?", fragt er und sieht mich aus seinen großen Kinderaugen treuherzig an. "Es tut mir so Leid mein Schatz! Ich war so müde und hab mich nicht gut gefühlt.", flunkere ich ihn an. (Irgendwann, wenn er alt genug ist es zu verstehen, dann erzähle ich ihm alles. Aber noch ist er zu klein...), beschließe ich und strecke meine Hand nach ihm aus. Er ergreift sie und kommt nah zu mir. "Und gehts dir jetzt wieder besser?", fragt er weiter. "Ja.", antworte ich. "Dann ist ja gut Mama. Ich hab mir nämlich schon Sorgen gemacht..."
Gerührt blicke ich meinen Sohn an. Tränen treten mir in die Augen und ich ziehe ihn an mich, denn seine Hand liegt immer noch in meiner. "Ich hab dich lieb Samuel!", flüstere ich ihm ins Ohr und lege meinen Kopf auf seine Schulter. Sam schlingt seine Arme um meinen Hals und sein kleiner Körper presst sich an mich. "Ich hab dich auch lieb Mama! Und für nichts in der Welt würde ich dich eintauschen.", sagt er leise in mein Ohr. Da bahnt sich eine Träne ihren Weg über meine Wange, über mein Kinn und verschwindet im Ausschnitt meines Shirts.
Wie süß er doch ist! Und schon so erwachsen! Manchmal kommt er mir schon viel zu reif vor für sein Alter und seine Größe. Nicht dass etwas schlechtes daran wäre, aber es geht alles so schnell. Vielleicht ein bisschen zu schnell für mich... Kurz nachdem wir unser Gespräch beendet haben lässt er mich wieder los und läuft zurück zu Maja, zum Spielen.
Ich sehe den Beiden zu. Währenddessen marschiert Keith beim Tor zum Spielplatz herein. Er trägt eine kleine Tasche die angefüllt ist bis oben hin. Doch was darin ist kann ich leider nicht sehen. Ich winke ihm kurz zu, als er sich suchend umsieht. Sobald er die Kinder erblickt, stellt er die Tasche zu Boden und stößt einen schrillen, gurrenden Pfiff aus. Maja und Sam lassen alles liegen und stehen. So schnell sie können rennen die Beiden auf ihn zu und fallen ihm, der mittlerweile in die Knie gegangen ist, in die Arme. Wieder einmal stelle ich fest wie sehr die Beiden Keith vergöttern.
Er wäre wohl der beste Dad für sie. Doch, Keith... ist eben Keith. Ich habe ihn gern. Ja, ich kann mir vorstellen mit ihm zusammenzuleben. Aber nur in einer gemeinsamen Wohnung, und nicht ein gemeinsames Leben. Obwohl es sich gestern Abend wirklich toll angefühlt hat in seinen Armen einzuschlafen und auch wieder aufzuwachen. Doch... die Frau, die da in seinen Armen gelegen hatte, die war nicht ich. Es war mehr die junge Erwachsene, welche gerade die Liebe ihres Lebens verloren hatte. Wie soll ich ihm bloß erklären, dass ich die Gefühle, welche er für mich zu hegen scheint, nicht erwidere? Nicht erwidern kann? Ich meine, sicher wissen kann ich es nicht, er hat nie etwas in der Hinsicht erwähnt, aber der Schmerz gestern in seinen Augen... War das meiner? Welcher sich lediglich in seinen Augen spiegelte?
Ich verschiebe die Diskussion mit mir selbst auf später und sehe mich um. Wo sind Maja & Sam?
Ich springe auf. Ein Gefühl von Panik überkommt mich. Wo sind meine Kinder? Auch Keith ist nirgends zu sehen. (Wenn dass so weitergeht drehe ich noch durch! Ich darf meine Kinder nicht aus den Augen lassen!) Mir Vorwürfe machend beginne ich mit nach ihnen rufen. "Keith? Maja? Sam!?"
Wieder und wieder drehe ich mich um meine eigene Achse. (Oh mein Gott!), denke ich und schlage die Hände über dem Gesicht zusammen. Ich packe in Windeseile meine Tasche und renne los. Doch wohin? Immer wieder rufe ich ihre Namen und laufe quer über den gesamten Spielplatz.
(Wenn doch nur der Park nicht gleich dran wäre! Wenn ich mehr aufgepasst hätte!)
Meine letzte Hoffnung ist das meine beiden Kleinen zum Ausgang sind. Atemlos komme ich dort an und frage ein paar Passanten, ob sie zwei Kinder im Alter von 5 und 3 gesehen haben. Doch niemand kann mir weiterhelfen. Bis auf eine etwas ältere Dame, welche hinter mich zeigt und sagt "Meinen Sie die Beiden da?"
Ich drehe mich um. Und wirklich! Es sind Maja & Sam, mit Keith. Froh und überglücklich die Drei zu sehen und meine Kinder wieder gefunden zu haben laufe ich auf sie zu. Die Gesichter meiner Kinder sind bekleckert mit Eis und auch Keith hält eines in der Hand. "Was ist denn los? Du siehst aus als hättest du etwas verloren?", fragt er und drückt mir ein Vanilleeiskugel in die Hand. "Ja.. das dachte ich auch..", sage ich nur und nehme das Eis an.

Wie im Zeitraffer vergeht der Tag sehr schnell. Genauso wie die nächsten Tage. Keith und ich müssen wieder arbeiten und Maja darf mit Sam in den Kindergarten, was mir ihre Unterbringung deutlich einfacher macht...

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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Okt 10, 2008 9:16 am

gefällt mir gut der Teil Very Happy

Langsam mache ich mir echt Sorgen um Mary...nachher passiert ihren Kindern wirklich noch was, weil sie in ihre "Daydreams" versunken ist Wink

Mal sehen, was du noch so für sie vorgesehen hast bounce

Nur einen Satz hab ich leider nicht verstanden. Embarassed

Was meinst du damit? "Wenn doch nur der Park nicht gleich dran wäre."
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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Okt 10, 2008 2:57 pm

Hey!

Schön dass dir der Teil gefällt. Und mit Mary hab ich noch so einiges vor...
Aber keine Angst, Mary ist, auch wenn ihr viele Dinge passieren, sie einige schwarze Geheimnisse hat und manchmal etwas verwirrt rüberkommt, keine Rabenmutter! Und das wollte ich mit dem letzten Kapitel zeigen. Ihre "Daydreams" machen ihr zwar immer wieder Schwierigkeiten aber es geht doch immer gut aus Smile Meistens zumindest...

Mit dem Satz hier "Wenn doch nur der Park nicht gleich dran wäre." meine ich, dass der Spielplatz im Park ist. Also gleich nebendran. In Kapitel 4 kommt ja mal ein Spielplatz vor auf dem ein kleines Kind spielt - welches von einer Frau beobachtet wird. Doch Mary geht da eben durch den Park und sieht nur zum Spielplatz hin. Dass heißt die beiden sind verbunden. Und genau auf diesem Spielplatz befinden sich Mary, Sam, Maja und Keith. Jetzt verständlicher?

Sry, ich weiß ich schreib manchmal wirr *g*
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 21, 2008 12:43 am

Hey! Ich habs leider erst jetzt wieder geschafft was zu schreiben.. scheint als wär mir zwischendurch mal eben die Kreativität ausgegangen Sad Aber jetzt gehts ja wieder Smile




Kapitel 9:
"Auf Tisch 3 ist gerade jemand eingetrudelt. Gehst du die Bestellung aufnehmen?", ruft Terry, meine Arbeitskollegin, aus der Küche. "Klar! Mach ich sofort!", antworte ich und stecke die Karte, welche ich gerade abgewischt habe weil ein kleines Mädchen darauf ihr Frhstück verteilt hat, an ihren Platz zurück.
Dann gehe ich um den Tresen herum, zu Tisch 3. "Was darf ich Ihnen bringen?", frage ich den schon etwas älter wirkenden Herrn, der sein Gesicht mir zuwendet, als er meine Stimme hört. "Ich hätte gern einen Donut und einen Cappucino. Aber den Cappucino mit Milchschaum wenn das geht?!" Freundlich lächelt er mich an. "Ja klar geht das.", erwidere ich ebenfalls lächelnd. Und schon drehe ich mich um und mache mich hinter dem Tresen dran den Kaffee genauso herzurichten, wie der Herr ihn gerne wollte. Während der Kaffee in die Tasse rinnt, gehe ich zur Vitrine und nehme einen Donut heraus. Diesen lege ich auf einen Teller, mit Serviette.
Die fertige Bestellung bringe ich zu Tisch 3. "Vielen herzlichen Dank.", bedankt sich der Mann überschwänglich. "Gern.", erwidere ich nur und drehe mich um. Da er momentan der einzige Gast ist bis auf den schon betrunkenen Stammgast an der Bar, kann ich mich dem Besteck widmen. Ich hole mir ein Geschirrtuch und beginne damit eine Gabel nach der anderen zu polieren.
Während ich so vor mich hinpoliere kommen weitere Gäste. Doch diese übernimmt alle Terry. Sie bittet mich lediglich ihr zwei Latte Macchiato fertig zu richten. Und dies tue ich natürlich auch gern.
Ein wenig später, ich habe von den Gabeln bereits zu den Messern gewechsel, betritt wieder jemand das Cafè. Terry geht um die Bestellung aufzunehmen, kommt jedoch wieder. "Mary, der Herr auf Tisch 3 verlangt nach deiner Wenigkeit. Er kennt dich anscheinend...", sagt sie und deutet mit dem Kopf Richtung Tisch. "Jaja, das behaupten immer wieder welche. Aber okay, ich geh schon.", antworte ich und gehe ohne vorher hinzusehen um den Tresen. Als ich vor dem Tisch stehe, sehe ich auf und blicke in ein mich erfeut angrinsendes Gesicht. "Mary.", begrüßt mich ein gutaussehender, junger Mann. "Damian!", sage ich überrascht als ich ihn erkenne und ebenfalls lächle. "Was darf ich dir denn bringen?", fahre ich fort. "Hm... also... ich hätte gerne dasselbe wie mein Vater.", antwortet er und deutet auf den Cappucino. "Gern, auch mit Milchschaum und einen Donut dazu?", frage ich nach und er nickt. "Gut, ich bin gleich wieder da.", gebe ich bekannt und gehe.
(Ich wusste gar nicht dass Damian's Vater so jung ist! Oder sieht er nur so jung aus?), frage ich mich und marschiere hinter den Tresen. (Ich hab die Beiden hier noch nie gemeinsam gesehen! Oder... sind sie mir nur nicht aufgefallen?)
Der Cappucino läuft in die Tasse, der Milchschäumer bearbeitet die frisch zugefüllte Milch und der Donut liegt mit der Serviette auf dem Teller. Ich setzte, nachdem Milchschaumhäubchen noch etwas Schokostaub drauf und bringe Damian seine Bestellung. "Bitte sehr.", gebe ich von mir und stelle alles vor ihn auf den Tisch. Bevor ich mich jedoch umdrehen und gehen kann, umklammert etwas meine Hand. Es ist Damian. "Was ist?", frage ich und sehe ihn verwirrt an.
"Mary, hast du Lust heute mit mir Essen zu gehen?" "Warum?", entgegne ich und schneide ihm mit meiner schnellen Antwort sogar etwas ins Wort. "Weil ich gerne mit dir Essen gehen würde?!" "Schon klar, aber wieso mit mir? Und was sagt deine Verlobte dazu, dass du mit der Cafèbedienung aus gehst?", versuche ich mich rauszureden. Doch er steigt darauf ein "Weil ich dich näher kennenlernen möchte. Und meiner Verlobten kann es grundsätzlich egal sein was ich mache.", fährt Damian zurück. Als er mein erschrockenes Gesicht sieht entschuldigt er sich sofort. "Tut mir Leid. War nicht so gemeint... ich... bin nur etwas durch den Wind." Er senkt den Blick und fährt fort, "Victoria hat mich verlassen..", erzählt er und macht am Ende eine lange Pause. "Oh man. Damian, dass tut mir aber leid! Aber wieso? Und wie gehts dir damit?" Mitleid und das schlechte Gewissen sprechen da aus mir. Eigentlich sollte es mir doch vollkommen egal sein! Doch, das ist es nicht. Ich mag Damian. "Geh heute Abend mit mir Essen, Mary.", sagt er. Ein Flehen liegt in seiner Stimme. "Dann erzähle ich dir alles."
Das schlechte Gewissen überzeugt meinen Verstand. Und ich sage zu...

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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 21, 2008 2:19 pm

cheers Ich bin froh, dass du deine kleine "Kreativitätspause" überstanden hast :-)

Ich hab mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass Damian dort auftaucht ;-) Der Teil gefällt mir gut. Smile
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Okt 21, 2008 7:39 pm

So, ich hab jetzt endlich geschafft, alle Teile zu lesen und ich bin wirklich restlos begeistert von der Geschichte und von deinem Schreibstil! Du schreibst so beruhigend und gleichzeitig auch packend, vor allem, wenn Mary aus ihren Tagträumen aufwacht und ihre Kinder vermisst, oder durch ihre Kinder herausgerissen wird, weil etwas passiert ist.
Du kannst Emotionen total gut rüberbringen, du schreibst auch lustige Dialoge - wenn ich ans Gespräch von Mary und Sam denke, wegen dem "Willst du mit mir gehen?" und Sam fragt, ob man einen Ausweis braucht, nur wenn man vom Klo in die Küche will *ggg* Also wirklich köstlich Very Happy
Und du beschreibst auch die Szenen schön, in denen Mary bei ihren Kindern ist..Wie sie bei ihnen im Zimmer schläft und wo sich Maja über Sam rollt und so weiter. Finde ich sehr authentisch geschrieben! BRAVO!! Smile

Und sonst bin ich sehr gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschichte und vor allem, wie der Brief in direktem Zusammenhang mit der Handlung steht...Weil der Brief war ja sehr traurig eigentlich. Bin da sehr gespannt, wie's da weitergehen wird.

Mach weiter so, deine Geschichte ist super! cheers
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mi Okt 22, 2008 2:01 am

Naja, ich hab noch nie so lang an einem Teil geschrieben wie an dem letzten mit Damian. Ich weiß selbst nicht warum, aber dieser Mann kostet mich Zeit *lach*

Danke Kemi, es freut mich dass dir meine Geschichte gefällt. Und gerade das hin und wieder lustige Schreiben gehört für mich einfach zu einer meiner Geschichten dazu. Ohne Spaß geht bei mir nämlich gar nichts. Und da kam mir die "kindliche Idee" gerade recht.
Da ich momentan am emotionalen aufarbeiten meiner Kindheit bin und fest davon überzeugt bin manche Dinge und Entscheidungen anders zu machen als meine Mutter genieße ich das schreiben solcher Situationen mit Sam und Maja. Besonders Sam bedeutet mir persönlich, und somit auch Mary sehr viel. Was nicht heißen soll dass Mary Sam bevorzugt, aber es gibt halt auch Gründe warum sie sich mit Sam so verbunden fühlt.. Smile

Also... auf den Brief werdet ihr nicht mehr allzulang warten müssen, soviel verrate ich vorab schon mal.
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mi Okt 22, 2008 6:27 pm




Kapitel 10
Meine Schicht ist zu Ende und ich bin auf dem Weg zum Kindergarten. Keith hat mir sein Auto geliehen, da er heute länger arbeiten muss und ich es ziemlich eilig habe.
Gerade parke ich vor dem Kindergarten. Sam und Maja sitzen auf den Stufen vor dem Gebäude und warten auf mich. Ich steige aus und gehe zum Zaun.
"Maaaaami!", ruft meine kleine Tochter als sie mich sieht, springt auf und läuft auf mich zu. Vor dem Tor gehe ich in die Knie und öffne meine Arme. Ein paar Sekunden später fliegt Maja mir schon entgegen und landet sicher in meinen Armen. "Na, wie war dein Tag, Maus?", frage ich und sie beginnt sofort zu erzählen was sie alles erlebt hat.
Auch im Auto hört sie nicht auf zu sprechen und erst recht nicht als wir Zuhause ankommen. Sam hingegen ist sehr still und sieht aus als würde er etwas ausbrüten. In der Wohnung angekommen nehme ich ihn kurz zur Seite. "Sam, ist alles okay?", frage ich und sehe ihn besorgt an. Seine Augen sind etwas glasig. Ich lege meine Hand auf seine Stirn und fühle die Temperatur. Sam's Stirn ist ziemlich warm. "Ich bin müde...", sagt mein Sohn nur und windet sich aus meinen Armen. Er verschwindet ins Kinderzimmer und schließt die Tür hinter sich. Das wunder mich. Normalerweise lässt er die Tür immer offen. Ich würde ihm gerne folgen und fragen was denn los ist, aber die Zeit wird mir zu knapp. "Maja, kannst du bitte deine Spielsachen ein wenig aufräumen?", bitte ich meine Tochter und begebe mich in die Küche. Ich fange zu Kochen an und höre Aufräumgeräusche aus dem Wohnzimmer. Während das Essen auf dem Herd vor sich hin kocht, decke ich den Tisch und suche mir schon mal was zum Anziehen für später.
Dann essen Maja, Sam & ich gemeinsam. Sam ist wieder ungewöhnich still. Sein Blick ist die meiste Zeit auf die Tischplatte gesenkt und er reagiert auch nicht wirklich wenn man ihn anspricht. Die Sorge um ihn wird größer. (Er wird doch nicht krank werden?), frage ich mich, doch schon wieder lenkt mich Maja ab. Langsam scheint es mir als wäre es ihre Absicht mich von Sam abzulenken. Für den Rest des Abendessens beschäftige ich mich mit meiner Kleinen und beschließe später noch mit dem jungen Mann mir gegenüber zu reden.
Den Abwasch lasse ich stehen, denn dazu reicht meine Zeit nicht mehr ich will noch duschen. Und das tue ich auch.
Danach ziehe ich die rausgelegten Klamotten an und gehe ins Kinderzimmer. Sam liegt auf seinem Bett, das Gesicht zur Wand gedreht. "Schatz, was ist los?", frage ich und setze mich zu ihm. "Nichts.", murrt er zur Wand hin. "Sam, sieh mich an wenn du mit mir sprichst.", fordere ich ihn auf. Doch er reagiert nicht. Ich lege meine Hand auf seine Schulter.
Mein Sohn schubbst sie runter. (Was ist denn heute mit ihm los? So kenne ich ihn gar nicht.) Wieder flammen Sorgen in mir auf. "Bitte sieh mich an.", versuche ich es erneut. "Ich rede nicht mit dir!", kommt es nun trotzig zurück. "Nie wieder!" "Aber wieso Sam?", hake ich nach und rücke etwas näher zu ihm. Sam rutscht von mir weg, zur Wand hin. Es tut weh zu sehen dass mein Sohn sich mir entzieht.
Plötzlich bricht es aus ihm hervor. "Du hast mir nie gesagt dass jedes Kind eine Mama UND einen Papa hat!"
Dieser Satz strotzt nur so vor Aufforderung zu einer Erklärung. Meine Hände beginnen zu zittern und ich streiche unruhig eine Falte in meiner Hose glatt. Jetzt bin ich froh dass Sam mich nicht ansieht. "Was? Aber..?", kommt es aus meinem Mund. Ich weiß ich hätte mich auf diese Frage vorbereiten sollen. In den letzten 5 Jahren hatte ich genug Gelegenheiten mir zu überlegen was ich ihm erzähle wenn diese Frage kommen sollte. Doch... ich hatte gedacht ich hätte noch mehr Zeit! Ich meine... wie soll ich das meinem 5-jährigen Sohn erklären? Warum und wieso und überhaupt?!
Meine Gedanken fahren Achterbahn. Die gesamte Situation überfordert mich etwas. Ich spüre dass Sam auf eine Antwort wartet, doch... kann ich ihm die richtige geben?
Mein Blick sucht die Uhr an meinem Handgelenk, sieht die Zeit und mein Körper erhebt sich. Schnell gehe ich aus dem Zimmer, zum Telefon. Ich nehme den Hörer in die Hand, hebe den Zettel mit Damian's Nummer etwas näher an meine Augen und tippe die Zahlen ein. Nach dem zweiten Klingeln hebt er ab. Ich lasse ihm nicht mal die Gelegenheit sich vorzustellen. "Damian, hier ist Mary. Ich kann heute nicht mit dir Essen gehen. Es tut mir Leid, mir ist etwas dazwischengekommen.", falle ich auch gleich mit der Tür ins Haus. Ich höre wie er am anderen Ende der Leitung nach Luft schnappt. "Was? Aber?", bringt er heraus. "Es tut mir wirklich Leid, aber es geht nicht.", sage ich nochmals um meinen Worten mehr Deutlichkeit zu verleihen. "Na gut, und morgen? Hast du morgen Zeit?" Eigentlich widerstrebt es mir ja zu sagen. Am liebsten würde ich seine Nummer wegwerfen und ihm sagen er solle sich nie wieder bei mir melden. Doch, etwas in mir fühlt sich schuldig. Schließlich habe ich ihm zugesagt. Also muss ich es auch einhalten. "Ja, morgen ist okay.", antworte ich nun. "Super, dann treffen wir uns um 8 bei mir! Ich koch uns was schönes. Also bis morgen, ich freu mich!", sprudelt es mir entgegen und bevor ich noch etwas sagen kann hat er auch schon aufgelegt. Damian klang ganz schön fröhlich, dafür dass er gerade von seiner Verlobten verlassen worden ist. Irgendwas stimmt da doch nicht? Doch dafür habe ich gerade keine Zeit. Ich muss mit Samuel reden.
Ich gehe zurück ins Kinderzimmer und setzte mich wieder auf das Bett. Jetzt sitzt mein Sohn ebenfalls und starrt mich an als ich wiederkomme.
"Wo warst du?", fragt er mich vorwurfsvoll. "Ich habe eben meine Verabredung mit Damian abgesagt.", erkläre ich ihm. Mich juckt es in den Fingern ihn zu berühren, doch da ich nicht möchte dass er sich mir wieder entzieht, lasse ich meine Hand ruhig auf dem Oberschenkel liegen. "Aber wieso?", fragt Sam mich. "Wieso? Sam, du sprichst nicht mit mir und hast gesagt du willst es nie wieder tun. Und... ich möchte mit dir über die Vater-Sache reden." "Okay.", sagt er und nickt. "Schatz, aber erst musst du mir erklären, wie du auf dieses Thema kommst. Ich meine.. ein Dad war noch nie wichtig für dich. Warum ist es das auf einmal?"
Eine Weile sagt Sam nichts. Und mir scheint, als würde er intensiv darüber nachdenken wie er mir das erklären soll. Nur seine Finger bewegen sich. "Ean..", bringt er schließlich hervor. Ich lasse ihm Zeit und warte bis er weiter spricht. "Heute im Kindergarten.", fährt er fort. "Ean hat gesagt ich sei nur ein halbes Kind. Denn ich hätte nur halbe Eltern. Aber.. das stimmt doch nicht! Ich habe dich! Und du bist ganz! Und dass habe ich ihm auch gesagt. Aber Ean meinte.. zu einer Mama gehört auch ein Dad. Und dann hat er mich gehänselt und ausgelacht, weil ich nicht mit meinem Dad zum Fußball gehen kann, weil ich erst gar nicht Fußballspielen kann, dass ich kein richtiger Junge bin."
Geschockt höre ich meinem Sohn zu. Was habe ich da bloß angerichtet? Ich war mir immer bewusst, dass ihm der Vater eines Tages fehlen würde. Doch deswegen war er doch noch lange kein halber Mann! "Soll ich mal mit Ean reden?", frage ich unlogischerweise. Sam sieht mich an. Ich sehe in seinen Augen dass er sich total missverstanden fühlt. "Nein Mama! Du sollst mir sagen wieso ich keinen Vater hab!", bringt er mir aufgebracht entgegen.

(Toll gemacht Mary! Na dann überleg dir mal was schönes.), spricht eine Stimme in meinem Kopf mit mir. "Sam.. komm mal her.", beginne ich und strecke die Hand nach ihm aus. Doch er schüttelt den Kopf. Traurig sehe ich ihn an. "Du hast einen Vater mein Schatz. So wie jeder einen Vater hat. Aber... naja, dein Vater hat mich nicht mehr lieb. Und.. er ist gegangen bevor ich ihm von dir habe erzählen können.", sage ich und hoffe mein Kind würde sich damit zufrieden geben.
Tränen stehen in Sam's Augen. Aber auch in meinen. Ich habe das Gefühl, mir wolle das Herz brechen. Und ich kann nichts, aber auch gar nichs dagegen tun.

Fortsetzung folgt....
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