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Kemijoki
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BeitragThema: Zuhause   Di Apr 22, 2008 4:06 pm

Zuhause

Wo mein zuhause,
ich mag es nicht erraten.
Hin und her gerissen zwischen zwei Welten,
sag mir, wo mein zuhause ist.

Ein Ort, so schön, so vielfältig
und doch ist er mir fremd.
Ein andrer Ort, so schön er sein mag,
ich hasse ihn.

In der Mitte dieser Orte stehe ich,
alleine und mit meiner Entscheidung.
Welcher der beiden Orte mag jener sein,
den ich als zuhause will bezeichnen?

Ich fühle ich weder hier noch dort,
dies Gefühl von Heimat.
Bitte hilf mir,
zeig mir mein zuhause.



---------
Feedback wäre lieb!
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BeitragThema: Re: Zuhause   Di Apr 22, 2008 4:53 pm

Ich finde, es ist eher ein klassisches Gedicht, also von der Sprache her und so. Find ich toll, weil es mal was anderes ist.

Aber um ehrlich zu sein würde mich interessieren, wie du auf die Idee gekommen bist, das Gedicht zu schreiben.
Ich kann im Moment nicht sagen, was es ausdrücken soll.
Klar geht es darin um jemanden, der seine Heimat sucht...das zuhause. Aber da ist doch sicherlich noch mehr, das zwischen den Zeilen steht und das ich nicht sehen kann. Oder? Wink
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Kemijoki
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BeitragThema: Re: Zuhause   Di Apr 22, 2008 10:10 pm

Danke fürs FB Smile

Ich musste für die Uni "Minna von Barnhelm" lesen, deswegen die Sprache, weil ich diese klassische Sprache eigentlich total geil finde Wink

Ahm, naja...Was hat mich veranlasst dieses Gedicht zu schreiben...Ich bin gerade in so einem "Zustand" ... Ich weiß nicht, wo mein wirkliches zuhause ist. Im Burgenland fühle ich mich zwar geborgen, die meiste Zeit über, aber dann ist mir auch alles so fremd...Als hätte sich alles auf einmal verändert, während ich eben ganze Woche in Wien sitze. Oft fehlt mir dann auch mal, dass ich woanders hinkomme. Ich muss auch mal weg, obwohl ich mein "zuhause" ja sehr liebe. Aber es gibt immer wieder Probleme, so wie zurzeit. Und ich hab einfach Angst, nachhause zu fahren, weil mein zuhause gerade sehr weh tut.
Aber wenn ich in Wien bin, dann will ich einfach nur nachhause, weil ich Wien nicht mehr mag. Aber schon während der Fahrt nachhause, würde ich am liebsten wieder woanders hin.

Weißt du was ich meine?
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maggie
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BeitragThema: Re: Zuhause   Mi Apr 23, 2008 12:07 am

"Minna von Barnhelm" hab ich auch gelesen. Das fand ich eigentlich recht nett, das Buch.
In Deutsch müssen wir pro Jahr nämlich zwischen 15 und 20 Büchern lesen. Da ist oft so viel Mist dabei, da war "Minna von Barnhelm" eine nette Abwechslung.

Hm...ich geh im Moment auch einen eher steinigen Pfad entlang.
Ich möchte nicht hier sein, aber wüsste auch nicht, wo ich sonst hin sollte.
Ich träume ja schon seit Jahren von einem kleinen Häuschen mit Veranda in der afrikanischen Steppe.
Wo man morgens auf die Veranda hinaustritt, den Grillen beim Zirpen zuhört, in der Ferne ein paar Löwen vernehmen kann und dem Sonnenaufgang zusieht.
Diesen Ort habe ich fest in meinen Gedanken verankert...er ist Stille für mich!
Und wenn ich mich mal in Luft auflösen möchte (und natürlich nicht kann), denke ich daran und bin dann einfach weg.
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BeitragThema: Re: Zuhause   Mi Apr 23, 2008 8:43 am

Ja Minna von Barnhelm war recht nett zu lesen. Ich hab aber auch schon besseres gelesen (vor allem was den Mittelteil angeht).

Hört sich echt fantastisch an Smile Mit dem Häuschen+Veranda in der afrikanischen Steppe *träum* Hört sich wirklich wunderbar an Very Happy
So eine Vorstellung hatte ich auch, genau zur Zeit der Matura, aber irgendwie ist das immer mehr verschwunden.
Ich hoffe, dass es bald wiederkommt. Damit ich der Realität auch ein wenig entfliehen kann. Das wäre schön, so für ab und zu.
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BeitragThema: Re: Zuhause   Do Mai 01, 2008 5:35 pm

Ich hab mir jetzt noch nicht durchgelsen was du und maggie geschrieben habt, das werde ich erst machen nachdem ich meinen Kommentar verfasst habe, also sollte ich schon besprochene Sachen nennen brauchst du nicht mehr darauf eingehen Very Happy

Mir gefällt das Gedicht sehr gut. Ich musste es ehrlich gesagt zweimal lesen um es ganz zu erfassen aber es spricht mich an. Ich denke jeder mensch hat mal eine Phase in der er sich nirgends wirklich zu Hause fühlt, aber trotzdem sehnen wir uns doch stark nach einem Platz der unser zu Hause sein soll und kann. Die Sprache ist nicht zu 100% meins aber das mindert nichts an der Wirkung die das Gedicht auf mich hat.
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BeitragThema: Re: Zuhause   Do Mai 01, 2008 6:50 pm

Dankeschön für dein Feedback Smile

Ja, die Sprache - das kann ich gut verstehen. Eine Zeit lang mochte ich dieses Klassische eher weniger, aber ab und an hab ich so Phasen.
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BeitragThema: Re: Zuhause   Mi Okt 22, 2008 1:40 pm

Auch ich finde das Gedicht sehr schön verfasst, es zeigt diese Zerrissenheit in deiner Person da. Dieses, wohin soll ich gehen. Wo bin ich zu Hause. Sicherlich eine Frage die sich viele Junge Leute stellen. Aber auch ich stelle mir ab und zu immer noch diese Frage, und das trotz das ich glücklich verheiratet bin und eine Tochter mit fast 10 Jahren habe. Ich würde mir gerne meinen Traum von einer Blockhütte in Kanada erfüllen, jedoch fehlen mit die Geldlichen Mittel dazu. Vielleicht irgendwann mal, wer weis das schon. Träume sind nicht nur dafür da um geträumt zu werden, sie sind zum Leben da.
Ich glaube man wird nie ganz aufhören sich zu fragen, wo ist man zu Hause, es wird immer wieder etwas geben was einen stört. Vielen Menschen fällt es schwer ihr altes Leben aufzugeben, etwas Neues zu wagen. Auch ich würde manche Dinge jetzt ganz anders machen...mein Alter hat mir gezeigt, das ich manches falsch gemacht habe, ok, das hört sich jetzt an wie als ob ich schon uralt wäre, doch die eigenen Fehler einzusehen gehört mit zum Leben dazu.

Wohin das Leben einen auch führen mag, irgendwann wird man das finden was einen Glücklich macht.
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BeitragThema: Re: Zuhause   Mi Okt 22, 2008 1:54 pm

Danke für deine FB und deine lieben Worte. Du hast Recht, man wird nie aufhören zu Träumen, wann wir nie völlig die Frage nach der Heimat, dem zuhause aufgeben! Irgendwann gibt es immer Situationen, in denen man nicht weiß, wohin man gehört, wohin man gehen soll, wo man sich wirklich zuhause fühlt!
Und dass die Menschen nie ganz glücklich sind, scheint uns angeboren zu sein. Ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der gesagt hätte, er ist glücklich so, wie es gerade ist. Noch nie! Nie hat jemand irgendetwas nicht bemängelt! Scheint einfach in unserer Natur zu liegen!

Ein schöner Satz aus einem wissenschaftlichen Text:
"Wer das Fremde nicht kennt, weiß das Eigene nicht zu schätzen!" ... Oder so ähnlich lautet der Satz und ich finde, das stimmt auch! Erst als ich von zuhause weg bin, habe ich wirklich geschätzt, was ich zuhause gehabt habe! Und deswegen freu ich mich auch jedesmal, wenn ich wieder nachhause fahren kann!
Der Satz stammt im Übrigen aus Ortfried Schäfters Text "Modi des Fremdverstehens".
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